RTL zahlt trotz Wirtschaftskrise eine Erfolgsbeteiligung aus
Die 2.500 Beschäftigten von RTL erhalten eine hohe Erfolgsbeteiligung. Der Sender plant, trotz der derzeitigen Krise über zehn Millionen Euro auszuzahlen. Schon im vorherigen Jahr schüttete RTL etwa 13 Millionen Euro an seine Techniker, Manager sowie Redakteure aus.
Die Höhe der Erfolgsbeteiligung
Laut einem Manager der RTL-Group erzielte das Unternehmen in Deutschland das zweitbeste Resultat in der Historie von dem Sender. Jedoch wollte ein Sprecher des Unternehmens keine genaue Summe veröffentlichen. Laut der Betriebsvereinbarung hatte RTL höchstens 3,5 % des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (sog. EBITDA) für diese Auszahlung der Erfolgsbeteiligung bereitgestellt. Die Erfolgsbeteiligung ist zwischen einem halben Monatsgehalt und eineinhalb Monatsgehälter hoch und nun soll diese Zulage in Höhe von einem Monatsgehalt ausgezahlt werden.
Die Erfolgsbeteiligung in 2008
Nach einer Aussage von einem Beteiligten ist man stolz, dass diese Erfolgsbeteiligung in der Historie von dem Sender bislang nicht ausgefallen ist. Das Tochterunternehmen von dem Medienunternehmen Bertelsmann hatte in 2008 ihren Beschäftigten einen maximalen Auszahlungsbetrag von 13 Millionen Euro ausbezahlt. Nach Angaben von RTL bekamen die Redakteure, Techniker und Manager zu dem damaligen Zeitpunkt den höchsten Satz von 1,5 Monatsgehälter.
Die ersten drei Quartale recht schlecht – das Schlussquartal verlief recht gut
Die Situation im letzten Jahr im Vergleich zur Lage vor zwei Jahren war nicht gleich härter. Nach Ansicht von Firmeninsidern waren insbesondere die ersten neun Monate sehr schlecht. Die Erwartungen wurden erst im 4. Quartal weit übertroffen. Am Ende des letzten Jahres schlug sich RTL Deutschland recht gut.
Die Situation beim Fernsehgeschäft
Selbst in der Rezession war das Fernsehgeschäft mit den Fernsehsendern N-TV, Vox, RTL und Super RTL sehr ertragreich. Dabei ging das EBITDA von 414 Millionen Euro aus dem Vorjahr auf 366 Millionen Euro zurück. Lediglich der Sender N-TV hatte nach Unternehmensangaben einen Verlust verzeichnet. Der Umsatz sank ebenfalls von 2,020 Milliarden Euro aus dem vorherigen Jahr auf 1,732 Milliarden Euro.
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