Der amerikanische Einzelhandel: US-Verbraucher übermitteln unterschiedliche Signale
Im Februar konnte der amerikanische Einzelhandel recht viel umsetzen. Jedoch dämpfte eine Stimmungsumfrage den Optimismus der US-Konsumenten. Hinsichtlich ihrer finanzielle Lage sowie die Aussichten für den Job werden die Verbraucher pessimistisch bleiben. Dagegen sind die Analysten positiv eingestimmt.
Der Umsatz im US-Einzelhandel
Die amerikanischen Einzelhändler verzeichneten einen Umsatzplus von 0,3 % im Vergleich zum vorherigen Monat. Dagegen erwarteten die Analysten mit einem Rückgang. Die Autoverkäufe, welche um 2 % gesunken sind, hatten ein größeres Wachstum verhindert. Ohne diesen Bereich wäre der Umsatz im Einzelhandel um 0,8 % gewachsen.
Umsatz im Einzelhandel wichtigster Indikator für die Entwicklung der US-Konjunktur
Der Umsatz im Einzelhandel ist ein sehr wichtiges Barometer für die Entwicklung der amerikanischen Konjunktur. Schließlich ist die Wirtschaftsleistung in den USA über zwei Drittel vom Privatkonsum abhängig. Die Universität Michigan hatte das Ausbrechen einer großen Euphorie verhindert. Sie veröffentlichte am Freitag, dass das von ihr untersuchte Verbrauchervertrauen im März sank: Der Indikator ist um einen Indexpunkt um 72,5 Punkte gesunken und stattdessen rechneten die Analysten mit einem Zuwachs.
Die Einstellung der Verbraucher
Die Verbraucher sind bezüglich ihrer finanziellen Lage sowie ihren Aussichten im Job eher pessimistisch einstellt. Viele rechnen bis zum Ende des Jahres keine allzu große Veränderung bei der hohen Arbeitslosigkeit, die 10 % hoch ist. Dagegen dominierte bezüglich der Abwägung bei den Analysten die positive Betrachtung.
Die künftige Entwicklung des Privatkonsums und BIPs
Die Analysten des Unternehmens Barclays Capital rechnen damit, dass sich der Privatkonsum im 1. Quartal mit der Hochrechnung auf die Jahresrate um 3 % im Vergleich zum Vorquartal erhöhen wird. Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) könnte um 4 % steigen. Bislang erwarteten sie eine BIP-Erhöhung von 3,5 %.
Die Meinung einer Analysten von Barclays Capital
Laut einer Analystin von Barclays Capital fangen die Konsumenten offenbar wieder an, mehr einzukaufen. Schließlich steigt ihr Einkommen. Zudem fühlen sie sich wegen den Kursgewinnen an den Aktienmärkten reicher.
Ähnliche Beiträge:
- Einzelhandel musste im Mai Umsatzrückgang hinnehmen Der Einzelhandel in Deutschland setzte im Mai binnen eines Monats 3,0 % weniger um. Vor vier Jahren verzeichnete man...
- Einzelhandel: Größtes Umsatzwachstum seit 1994 Der Einzelhandel von Deutschland konnte sich im Juni über klingelnde Kassen freuen. Es kam zum größten Umsatzanstieg seit 17...
- Einzelhandel: Talsohle kommt noch: Steuersenkungen gefordert Der deutsche Einzelhandel zeigte sich im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang relativ stabil – dem scheinbar krisenresistenten (oder...
- Job-Plus im Einzelhandel: 1,1 Prozent mehr Der deutsche Einzelhandel gehört traditionell nicht zu den Branchen, die als Jobmotor bekannt ist. Umso erstaunlicher sind damit die...
- Der Einzelhandel: Schwacher Start ins neue Jahr Der deutsche Einzelhandel konnte im Januar und Februar des neuen Jahres den Umsatz nicht erhöhen. Selbst im Jahr 2010...

