Thalia als neuer Verleger für die digitalen Bücher
Das größte deutsche Buchhandelunternehmen Thalia will in Zukunft digitale Bücher selber verlegen. In einem Interview hatte dies der Thalia-Chef Michael Busch angekündigt. Jedoch wird Thalia keine klassische Bücher verlegen.
Das Angebot soll gesteigert werden
Laut Busch ist und bleibt Thalia hauptsächlich Buchhändler und kein Verleger. Trotz alledem überlegt man bei den digitalen Bücher, sowohl auf Eigenproduktion als auch auf Verlagskooperationen zurückzugreifen. Dadurch soll das Angebot an digitalen Buchinhalten für die Thalia-Kunden gesteigert werden. Die Entwicklung seitens der Verlage sei immer noch recht langsam.
Kaum Wachstum des stationären Buchhandels
Thalia glaubt trotz der ansteigenden Wettbewerberzahl durch die Online-Buchhändler immer noch an den hiesigen Buchhandel. Allerdings wird beim stationären Buchhandel das Wachstum nicht mehr so groß wie in den vorherigen Jahren ausfallen. Thalia besitzt momentan 292 Filialen. Dies ist erheblich weniger als der 2. Marktführer: die Buchhandelsgruppe DBH (z. B. Weltbild, Hugendubel) hat nämlich 493 Filialen.
Thalia beim Umsatz ganz weit vorne
Jedoch ist Thalia hinsichtlich des Umsatzes der Branchenriese. Laut dem Branchenmagazin Buchreport ist Thalia im letzten Geschäftsjahr auf einen Umsatz in Höhe von 910 Millionen Euro gekommen. Dagegen kam DBH im Jahr 2009 auf einen Umsatz von 743 Millionen Euro.
Innovative Ideen sollen übernommen werden
In ganz Deutschland plant er, Übernahmen von Innovationen aus dem Modellgeschäfts, das sich in Weiterstadt befindet, durchzuführen. Insbesondere multimediale Elemente (z. B. die „Landkarte des Verbrechens“) werden stark nachgefragt. Über Terminals, welche ebenfalls stark frequentiert werden, können die Kunden Buchbesprechungen von den Buchhandelsunternehmen in den Filialen abholen. Dies könnte insoweit ausgebaut werden, dass jeder Buchhändler für sich eine Homepage einrichten kann, sodass die Kunden zu jeder Tageszeit die Empfehlungen des Buchhändlers sehen können.
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