Fonds-Auswahl: Diese Kriterien sind wichtig
Finanzkrise hin oder her -Investmentfonds sind für langfristig orientierte Investoren die beste Lösung. Sie ermöglichen die Partizipation an den Chancen des Kapitalmarktes. Höhere Renditen und ein besserer Schutz gegen Inflation als es bei Anleihen der Fall ist machen Fonds für Einmalanlagen genauso attraktiv wie für den Vermögensaufbau über Sparpläne.
Nicht jeder Fonds aber ist gut: Bei der Auswahl sollten Anleger sich Zeit lassen und einige wichtige Kriterien beachten. Eine eigenständige Recherche ist dabei sehr zu empfehlen: Wer sich ausschließlich auf die Tipps des Bankberaters verlässt, darf nicht verwundert sein, wenn dieser ausschließlich Hausmarken – oft besonders Ladenhüter -ins Spiel bringt.
Günstige Kosten sind wichtig für die Rendite
Investments in Fonds sind mit Kosten verbunden. Bei aktiv gemanagten Fonds setzen diese sich aus dem Ausgabeaufschlag, der beim Erwerb zu zahlen ist, und der jährlichen Verwaltungsvergütung zusammen. Passiv verwaltete Indexfonds kosten Ordergebühren und (geringe) laufende Spesen. Diese werden ebenso wie die Verwaltungsvergütung direkt vom Fondsvermögen abgezogen. In der Summe sind aktiv verwaltete Fonds sehr viel teuer als passive Indexfonds. Der Kostenaufschlag sollte gerechtfertigt sein – durch ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis, das der Expertise des Managements zuzuschreiben ist. Langfristig fallen die Verwaltungsgebühren sehr viel stärker ins Gewicht als der Ausgabeaufschlag. Fonds, die deutlich mehr als 2 Prozent im Jahr kosten, sollten gemieden werden.
Auf Diversifikation und Währungsrisiko achten
Anleger sollten bei der Wahl ihres Fonds -sofern dieser aktiv verwaltet wird –auch auf das Anlagevolumen achten. Sehr kleine Fonds bringen oft Nachteile mit sich – zum einen bei den Kosten, zum anderen auch bei der Diversifikation. Ein global angelegtes Fondsvermögen sollte mindestens 20 Millionen Euro betragen. Ein Blick in den Fondsprospekt sollte im Hinblick auf die Streuungswirkung eines Fonds ebenfalls nicht unterbleiben: Finden sich im Portfolio zu wenige Aktien, arbeitet der Fonds ineffektiv und eignet sich nicht. Schlussendlich sollte auch das Währungsrisiko in die Überlegungen mit einbezogen werden. Ist ein Fonds stark in Dollar, Pfund und Co. investiert, birgt dies zusätzliche Kursrisiken.
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