Kabel Deutschlands Börsengang – Providence veräußert weniger Aktien
Der Finanzinvestor Providence plant, lediglich ein Drittel von KDG (Kabel Deutschland) an die Börse zu bringen. Der geplante Gang an die Börse von dem größten Kabelunternehmen in Deutschland soll einen Betrag von mindestens 700 Millionen Euro erzielen. Jedoch sei der Börsengang lediglich eine Notlösung.
Die Emission der Aktien
Am 22. März sei der erste Handelstag. Hier sollen höchstens 34,5 Millionen Aktien für einen Aktienpreis von 21,50 bis 25,50 Euro pro Aktie auf den Markt kommen. Im optimalsten Fall erzielt Kabel Deutschland mit dem Börsengang nahezu 880 Millionen Euro. KDG kündigte noch zu Beginn der Woche an, dass es 58,5 Millionen Aktien emittiert.
Der Börsengang als Notlösung
Dieser Gang an die Börse ist für den Finanzinvestor lediglich eine Notlösung. Denn Providence wollte den Kabelgigant vielmehr ganz und gar an Investoren veräußern. Jedoch wollte kein Investor zu dem angedachten Preis das Unternehmen erwerben.
Die Roadshow von KDG
Providence hatte sich aufgrund dessen für einen raschen Börsengang entschieden. KDG ist momentan mit den beteiligten Finanzinstituten (Morgan Stanley, UBS, Deutsche Bank, JP Morgan) auf einer Roadshow. Dabei begibt sich das Unternehmen nach Frankfurt, London, New York sowie Boston, um die institutionellen Investoren für sich begeistern zu können.
Aktien auch für Kleinaktionäre?
Bislang gibt es noch keine Angaben, wie viele Anteile es für kleinere Aktionäre geben wird. Laut den Finanzkreisen zeigen sowohl die Sparkassentochter Deka als auch die Allianz Interesse an den Anteilen. Dabei gilt Kabel Deutschland als ein Kandidat für den MDax.
Weiterer Verkauf von KDG-Aktien noch fraglich
Zudem ist es noch unklar, zu welchem Zeitpunkt Providence wieder weitere Anteile an dem Unternehmen KDG verkaufen wird. Sofern die KDG-Aktie gut laufen sollte, so werden zusätzliche Aktien veräußert. Zunächst wird es allerdings eine Sperrzeit von sechs Monaten geben, die ab dem Börsengang beginnt. Das Unternehmen ist momentan insgesamt mit einem Betrag von 2,3 Milliarden Euro bewertet und der amerikanische Finanzinvestor Providence beteiligt sich mit 88 % an den KDG-Anteilen.
Schuldenberg belastet KDG und die Dividendenausschüttung
Auf den Schultern von Kabel Deutschland lastet ein großer Schuldenberg. Die Schulden lagen zuletzt bei 2,9 Milliarden Euro. Selbst bei der Dividende dürfte bei den Aktionären keine Freude aufkommen, denn laut einem Börsenprospekt endet im Jahr 2014ein Darlehen an KDG in Höhe von über 700 Millionen Euro. Dabei knüpfte man den Kredit an die Bedingung, dass keine Dividende ausgezahlt wird, solange das Darlehen nicht getilgt wurde.
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