Axel Springers Bilanz wegen Krise auf dem Werbemarkt gedämpft
Auf dem Werbemarkt herrscht Flaute. Dies spürt auch das Medienunternehmen Axel Springer. Denn das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (kurz: EBITDA) sank im letzten Geschäftsjahr im Vergleich zu 2008 um über 30 %. Jedoch soll die Dividende stabil bleiben.
Umsatz- und Überschusseinbruch
Selbst beim Umsatz musste Axel Springer einen Rückgang verzeichnen. Im Vergleich zum vorherigen Jahr ging der Umsatz um 4,3 % auf 2,61 Milliarden Euro zurück. Ferner brach der Überschuss um 102 Millionen Euro auf 152,6 Millionen Euro ein. Für das aktuelle Jahr rechnet das Medienunternehmen mit stabilen bzw. leicht ansteigenden Umsätzen, die insbesondere durch ein Wachstum bei den digitalen Medien hervorgerufen werden.
Die unterschiedliche Entwicklungen bei den Werbeerlösen
Im letzten Jahr wurde der Medienkonzern vor allem durch die stark sinkenden Werbeerlöse hart getroffen. Bei den hiesigen Zeitungen bzw. Zeitschriften lag der Verlust gegenüber 2008 bei 12,1 % bzw. 20,3 %. Dagegen konnte die „Bild“-Zeitung seine Reklame-Erlöse nahezu gleich halten. Ferner konnten die Sport- und Automedien die Werbeeinnahmen steigern, dahingegen mussten die Computer, Finanz- und Programmzeitschriften einen herben Verlust hinnehmen.
Werbekonjunktur im Ausland stärker eingebrochen
Trotz alledem ist die Werbekonjunktur im Ausland wesentlich schlimmer eingebrochen – vor allem in Osteuropa. In der Konzernsparte Print International hatte man einen Umsatzeinbruch von etwa 24 % verzeichnet. Selbst die Werbeeinnahmen sackten um 36 % ab. Dagegen konnten die digitalen Medien stark steigende Umsätze sowie eine Verdoppelung des Ergebnisses verbuchen.
Digitale Geschäftsfelder immer wichtiger – Dividende bleibt konstant
Laut dem Vorstandschef Mathias Döpfner setzt das Unternehmen jeden 5. Euro in die digitalen Geschäftsfelder um. Die Online-Rubrikenmärkte (z. B. Idealo, Immonet) und Vermarkter (z. B. Zanox) konnten den Umsatz erheblich steigern. Ferner hatte Döpfner angekündigt, dass die Dividendenhöhe nicht verändert wird und wie im Vorjahr 4,40 Euro betragen soll. Diese Dividendenhöhe ist bislang der höchste Dividendenbetrag, welcher Springer jemals bezahlt hatte.
Das Resümee von Döpfner
Insgesamt hatte Döpfner eine relativ positive Bilanz über das letzte, schwierige Geschäftsjahr 2009 gezogen. Das Wichtigste für ihn sei gewesen, dass der Konzern im inländischen Print-Geschäft Marktanteile dazu bekommen hatte. Selbst die digitalen Medien trugen mit einem starken Wachstum sowie mit einer Verdoppelung des Ergebnisses erheblich zum Erfolg des Geschäftes bei. Laut Döpfner komme man sehr gut mit der Strategie voran und man will bei wichtigen Themen (z. B. Bezahlinhalten im WWW) stärker offensiver auftreten.
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