Girokonto-Vergleich: Startguthaben ist nicht alles
Verbraucher sollten sich bei der Suche nach einem günstigen Girokonto nicht ausschließlich von Willkommensgeschenken leiten lassen. Wichtiger sind die auf Dauer zu erwartenden Kosten. Banken locken neue Kunden gerne mit Sonderaktionen: Für die Kontoeröffnung werden 50 Euro gutgeschrieben. Auf den ersten Blick erscheinen solche Offerten attraktiv. Oft aber müssen die Geschenke im weiteren Verlauf der Kontoführung mit hohen Gebühren bezahlt werden. Um ein günstiges Konto zu finden, müssen Bankkunden auf weit mehr achten als nur die monatliche Grundgebühr des Kontos. Wichtiger ist, was alles darin enthalten ist – und für welche Leistungen zusätzliche Gebühren anfallen. Nicht jedes Konto ist für jeden Kunden gut: Das Gebührenmodell sollte zum persönlichen Nutzungsverhalten passen.
Gebühren für Bargeld und Dispozinsen oft hoch
Ein sehr wichtiges Kriterium bei einem Vergleich von Girokonten sind die Kosten für die Bargeldversorgung. Viele Banken bieten nur wenige Automaten zur kostenfreien Nutzung an. Wer in ländlichen Gebieten wohnt, muss dann regelmäßig tief in die Tasche greifen, wenn Bargeld an einem anderen Automaten abgehoben wird. Günstig sind Konten, die mit einer kostenfreien Kreditkarte ausgestattet sind, die kostenlose Barverfügungen an allen Automaten ermöglicht. Solche Angebote finden sich allerdings nur bei einer Handvoll Direktbanken. Sofern das Konto regelmäßig im Soll geführt wird, kommt auch den Zinsen für den Dispositionskredit eine erhebliche Bedeutung zu: Bei durchschnittlich 2.000 Euro Überziehung acht bereits ein Prozentpunkt 40 Euro im Jahr aus.
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