Schwellenländer gehen auf Shoppingtour in den Industrienationen
Laut einer Studie sehen die Firmen aus den Schwellenländern die Industrieländer immer mehr als ein Shopping-Paradies. Hier übernimmt China die führende Rolle. Im Jahr 2009 interessierten sich jedoch die Industrieländer kaum noch an die Firmen in den Schwellenländer.
Steigende Anzahl an Übernahmen
Das Volumen von Unternehmensübernahmen in den führenden Industrieländern durch die Firmen aus den Schwellenländern stieg im 2. Halbjahr 2009 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 auf 35,4 Milliarden Dollar. Dieses Volumen hatte sich mehr als verdoppelt. Dabei bezieht sich die Unternehmensberatung KPMG auf eine Auswertung von Zephyr – eine Datenbank, die auf Übernahmen spezialisiert ist. Die Zahl der Fusionen durch Unternehmen aus Staaten wie z. B. China, Russland, Indien und Brasilien zog dabei von 78 auf 102 an.
Kaum Interesse der Firmen aus Industrieländer
Dahingegen interessieren sich die Unternehmen aus Industrieländern kaum für Fusionen in den Schwellenländern. Die Anzahl von solchen Zukäufen sank um 17 % auf 216. Ferner verzeichnete man einen Rückgang beim Volumen von nahezu einem Viertel auf 17,3 Milliarden Dollar. Die Firmen in den Schwellenländer hätten die Rezession rascher überwunden und teilweise sind sie stärker aus der Krise herausgekommen. Laut KPMG sank das Interesse der Industriestaaten an Übernahmezielen in den aufstrebenden Ländern seit Ende 2007 stetig und dieser Trend ist immer noch nicht am Ende.
Wer in den Schwellenländern das Rennen macht
China übernahm bei den Übernahmen sowie Fusionen nunmehr die führende Rolle von Indien. Im 1. Halbjahr 2009 gab es aus China 20 Deals und im 2. Halbjahr waren es bereits 30 Fusionen und Übernahmen. Selbst Firmen aus dem Nahen Osten hatten die Anzahl der Übernahmen mehr als verdreifacht. Es gab somit ein Anstieg von fünf auf 17 Fusionen bzw. Übernahmen.
Trend wird andauern
Laut KPMG wird die Entwicklung vermutlich noch rasanter voranschreiten. Sobald die Staatsfonds wieder aktiviert werden, sehen dies einige als ein Zeichen dafür, dass man am unteren Niveau der Marktpreise angelangt ist. Selbst gesunde Firmen geraten immer mehr in das Blickfeld der Kaufinteressenten. Schließlich interessierten sich die Käufer zuvor für Krisenunternehmen.
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