Scholz: 250.000 Kurzarbeiter
Die Kurzarbeit wird in diesem Jahr massiv zunehmen: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz rechnet damit, dass im Jahresdurchschnitt 250.000 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen werden, wobei seinen Angaben zufolge viele nur für kurze Zeit diese arbeitsmarktpolitische Maßnahme in Anspruch nehmen werden. Betroffen sind derzeit Unternehmen in fast allen Branchen, besonders hart trifft es jedoch die Automobilindustrie. Alle deutschen Autobauer haben mittlerweile die Kurzarbeit in Anspruch genommen oder planen dies in absehbarer Zeit. Die Konsequenzen für die Zulieferer sind dabei besonders hart: Viele Unternehmen stehen wegen einer strukturell bedingt niedrigen Eigenkapitaldecke vor erheblichen Schwierigkeiten und haben deshalb ihre Beschäftigten in Kurzarbeit gehen lassen.Die Kurzarbeiter-Regelung wurde im vergangenen Jahr dahingehend geändert, dass nun bis 18 Monate lang das Kurzarbeiter-Geld in Anspruch genommen werden kann – vorher bestand diese Möglichkeit lediglich für sechs Monate. Die Bundesagentur für Arbeit verfügt nach Aussage von Scholz über Reserven im Umfang von 16 Mrd. Euro, die bei Bedarf durch Kredite des Bundes aufgestockt werden können.
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