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Standard Chartered kommt recht gut durch die Krise

Eingetragen am 6. März 2010 – 15:05Kein Kommentar

Die Großbank Standard Chartered aus Großbritannien geht es während der Kreditkrise nicht gerade schlecht. Es geht ihr sogar so gut, dass die Bank 90 % der Gewinne in den Emerging Markets erreichte. Dabei verzeichnen die Emerging Markets ein großes Wachstum. Ferner wird eine Ausschüttung in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar an Boni an die Mitarbeiter erfolgen.

Manager verzichten auf Boni-Zahlungen oder spenden ihre Prämien

Im Vergleich zu etlichen anderen Banken in Großbritannien bekommt selbst das Top-Management Boni für das letzte Jahr. Jedoch plant der Vorstandschef Peter Sands, seine Prämie in Höhe von 3,2 Millionen Dollar für karitative Zwecke stiften. Selbst die Kollegen von Sands bei Royal Bank of Scotland, Lloyds und Barclays verzichteten auf die Boni-Zahlungen. Selbst der Chef von HSBC, Michael Geoghegan, hatte seine Prämie gespendet.

Erwartungen der Analysten knapp übertroffen

Standard Chartered steigerte in 2009 den Nettogewinn nochmals um 13 % auf 5,15 Milliarden Dollar. Somit wurde knapp die Schätzungen der Analysten übertroffen. Die Analysten erwarteten ein Ergebnis im Wert von 5,1 Milliarden Dollar. Nach Aussage von Sands ist der Start in das aktuelle Jahr wesentlich besser ausgefallen als im Vorjahr und aufgrund dessen stieg der Aktienwert um 3,4 %an.

Das frische Kapital aus Indien

Sands plant, in den nächsten Monaten durch das Listing an der Börse Mumbai zwischen 500 und 750 Millionen Dollar an neuem Kapital zu bekommen. Standard Chartered erreichte in Indien im letzten Jahr zum ersten Mal einen Gewinn von über eine Milliarde Dollar. Indien ist nach Hongkong das zweite Marktgebiet, in welchem die Bank die Milliardengrenze überschreiten konnte.

Die Prämienzahlungen im Vergleich zu den Konkurrenten

Sands begründete die Prämienzahlungen mit dem starken Wettbewerbskampf um die talentiertesten Banker in den Wachstumsmärkten von Asien. In Bezug auf das Geschäftsvolumen hatte Standard Chartered im Vergleich zu den Wettbewerbern relativ wenig ausgezahlt. Für das bereits abgelaufene Geschäftsjahr hatten die Boni-Zahlungen 32 % der Erlöse ausgemacht. Bei etlichen Konkurrenten betrug die Quote zwischen 35 und 40 %.

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