Baubranche erwartet besseres Jahr 2010
Das Baugewerbe in Deutschland rechnet im aktuellen Jahr aufgrund der staatlichen Konjunkturhilfen lediglich mit einem geringen Minus. Hinsichtlich des Umsatzes erwartet man einen Rückgang von 0,7 % auf 81,6 Milliarden Euro. Am Dienstag gab dies der Zentralverband Deutsches Baugewerbe in Berlin bekannt.
Die Gründe für den Umsatzrückgang
Im letzten Jahr verlor die Baubranche 4 % an Umsatz. Der Grund dafür ist zum Einen die Einbußen bei den Aufträgen. Zum Anderen gibt es durch die Subunternehmer ein großer Preisdruck. Ferner stiegen die Arbeitskosten, was natürlich auch die Gefahr birgt, dass am Bau gepfuscht wird.
Die öffentliche Auftragsvergabe
In den letzten 10 Jahren sank die Anzahl der Facharbeiter auf dem Bau um 37 %. In der Regel bekommt bei den öffentlichen Auftragsvergaben der günstigste Bieter auch den Zuschlag. Dies hat zur Folge, dass die Arbeiten an kleine Unternehmen weitergereicht werden.
Die Projektabwicklung aus den Konjunkturpaketen
Man erwartet, dass im Jahr 2010 der öffentliche Bau zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung zu dem Bereich gehört, dessen Umsatz am stärksten ist. Die Anzahl der Baugenehmigungen in Bezug auf die Aufträge aus der öffentlichen Hand stieg bis November 2009 um 46 % im Vergleich zum letzten Jahr an. Im Jahr 2010 wird das Abwickeln der Projekte aus den Konjunkturprogrammen den Höchststand erreichen.
Bauwirtschaft kann ohne konjunkturunterstützenden Maßnahmen einbrechen
Sobald aber die konjunkturunterstützenden Maßnahmen im Jahr 2011 auslaufen werden, so kann die Bauwirtschaft spätestens im Jahr 2012 einbrechen, sofern die Konjunktur nicht genügend anzieht. In den Bereichen ohne einer Konjunkturhilfe verzeichnete die Branche im letzten Jahr einen großen Umsatzverlust. Der Wirtschaftsbau musste 9,0 % einbüßen und für das aktuelle Jahr rechnet man mit 8,3 %. Ferner büßte der Wohnungsbau 4,8 % ein und für diese Sparte rechnet man für 2010 eine leichte Steigerung von 0,5 %.
Die Anzahl der Beschäftigen in der Bauwirtschaft
Die Anzahl der Beschäftigen stieg trotz des harten Winters und der Krisenstimmung etwas an. Im Januar meldeten sich etwa 7.000 Beschäftige im Baugewerbe weniger arbeitslos als im letzten Jahr. Im Februar gab es fast 4.000 Beschäftige weniger. Im letzten Jahr wurden im Schnitt 705.000 Mitarbeiter am Bau tätig und in 2010 rechnet man mit einem Rückgang von 1 % auf 698.000 Arbeitnehmer.
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