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Die Verstaatlichung von Malev

Eingetragen am 3. März 2010 – 00:12Kein Kommentar

Nun scheiterte die Privatisierung der ungarischen Fluggesellschaft. Denn die Eigentümer aus Russland ziehen sich aus der Firma zurück, die nicht gerade erfolgreich ist. Jetzt soll die Fluggesellschaft Malev wieder unter die staatliche Fittiche kommen.

Keine Investitionen in ein verlustreiches Unternehmen mehr

Am Wochenende hatten sich die Vertreter des ehemaligen Eigentümers, die Moskauer Entwicklungsbank VEB, sowie die ungarische Regierung darauf geeinigt. Im Jahr 2007 verkaufte man Malev nach sechs erfolglosen Versuchen an den nun ehemaligen russischen Eigentümer. Jetzt wollen weder die VEB noch die Beteiligungstochter Airbridge mehr Geld in dieses Verlustgeschäft investieren.

Zahlreiche Privatisierungsversuche in ganz Osteuropa scheiterten

Malev ist eine der osteuropäischen Fluggesellschaften, die an den Privatisierungsversuchen gescheitert ist. Die tschechische Regierung musste im Herbst letzten Jahres die geplante Veräußerung von Czech Airlines stoppen. Selbst in Polen sucht man immer noch nach einem Käufer für die Fluggesellschaft. Die Fluggesellschaft Croation Airways aus Kroatien hofft auf den Kauf durch eine Fluggesellschaft aus dem Ausland.

Die Erhöhung des Grundkapitals

Laut den Angaben der Regierung gibt es in Ungarn eine Vereinbarung. In dieser heißt es, dass Ungarn das Grundkapital von Malev um 25,2 Milliarden Forint (etwa 93,4 Millionen Euro) erhöhen wird und nach dieser Erhöhung hält der Staat 95 % der Unternehmensanteile. Die ungarische Regierung will auf jeden Fall Malev sanieren, sodass das Unternehmen „auf nachhaltige Weise funktionieren kann“. Ferner soll Martin Gauss aus Deutschland Vorstandschef der ungarischen Fluggesellschaft bleiben.

Die Gründe der Wiederverstaatlichung

Der Flugbetrieb von Malev war gefährdet. Denn der Flughafenbetreiber Budapest Airport drohte mit schwerwiegenden Folgen, sofern Malev seine Tilgung der Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro bei dem Airport nicht anfängt. Ferner begründete man die teure Wiederverstaatlichung auch damit, dass von dieser Wiederverstaatlichung Tausende Jobs sowohl bei Malev als auch beim Flughafen abhängen. Momentan führt der Flughafenbetreiber einen großen Ausbau des Budapester Airport Ferihegy durch.

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