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Mogelte sich Toyota um die Rückrufaktion herum?

Eingetragen am 28. Februar 2010 – 13:08Kein Kommentar

Toyota gerät wegen den Rückrufaktionen immer mehr unter Druck. Der aus Japan stammende Autohersteller stellt sich mit den internen Dokumenten positiv dar. In diesen ging es vor drei Jahren darum, dass das Unternehmen mittels einer guten Lobby-Arbeit in den Vereinigten Staaten einen großen Rückruf verhindert zu haben. Laut den Dokumenten sparte Toyota 100 Millionen Dollar.

Die Rückrufaktion im September 2007

Bereits zu dem damaligen Zeitpunkt war das nicht gewollte Beschleunigen in etlichen Toyota-Modellen im Blickfeld. Der japanische Autoproduzent hatte zum Schluss der Diskussion mit den amerikanischen Behörden im September 2007 nur 55.000 Fahrzeuge zurückgerufen, da die Fußmatten fast mit den Gaspedalen verkeilt wären. Es sind nun 5,3 Millionen Autos, welche lediglich diesem Problems in die Werkstätten kommen müssen.

Die Dokumentenübergabe an die Ausschüsse des US-Kongresses

Es erfolgte bereits eine Übergabe der Dokumente durch Toyota an die Ausschüsse des amerikanischen Kongresses. Nun führen die Parlamentarierin den nächsten Wochen eine Untersuchung durch, wie der Autobauer mit diesen Problemen in den letzten Wochen und Monaten umgegangen ist. Die Anhörungen fangen am Dienstag an und am Mittwoch muss sich der Toyota-Chef Toyoda gegenüber den Abgeordneten verteidigen.

Seit wann wussten die Mitarbeiter über die technischen Probleme?

Im Zentrum steht die Frage offen, seit welchem Zeitpunkt die Verantwortlichen von diesen Technikproblemen gewusst hatten. Dabei sind die Dokumente auf den 6.07.2009 datiert. Ein Toyota-Manager stellte bei diesem Termin seinen Mitarbeitern bei der Präsentation die erfolgreichen Momente der Lobby-Tätigkeit der Firma dar. Hier vermied Toyota eine Überprüfung des Tacoma Pick-Ups aufgrund von Rost-Problemen und es wurde das Einführen von verschärften Crash-Tests weiter nach hinten verzögert.

Die technischen Mängel bei den Fahrzeugen

Nun beordert der japanische Autoproduzent aufgrund von unterschiedlichen Mängeln etwa 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Davon bewegen sich etliche Autos auf dem sehr bedeutsamen amerikanischen Markt. Zu den Mängeln gehören nicht nur die verrutschenden Fußmatten und das klemmende Gaspedal, sondern bei den Hybridwagen können die Bremsen zum Teil aussetzen und bei den Pick-Ups können die Antriebswellen aus ihren Verankerungen ausreißen. Bei etwa einer halben Million Corolla kann die Lenk-Unterstützung zum Teil ausfallen.

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