Hohe Kosten und unnötige Risiken: Vorsorge-Produkte nicht kombinieren
Verbraucher sollten verschiedene Versicherungs- und Vorsorgeprodukte nicht miteinander kombinieren. Die Finanzbranche bietet gerne „All-Inklusive“-Leistungen an, bei denen die private Altersvorsorge mit der Absicherung von Hinterbliebenen, einer Berufsunfähigkeits- und einer privaten Pflegeversicherung kombiniert wird. Die Rundumversorgung mag bequem sein – günstig ist die allerdings nicht.
Je mehr Verträge miteinander kombiniert werden, desto undurchsichtiger werden die Vertragsbedingungen und desto höher fallen gewöhnlich die versteckten Kosten aus. Können die einzelnen Bausteine bei Bedarf nicht separat voneinander weitergeführt werden, besteht zudem ein existenzielles Risiko: Kann der Versicherungsnehmer eine Zeit lang nicht für alle Verträge zahlen, ist sofort der gesamte Versicherungsschutz dahin.
Preis-Leistungsvergleich für jede einzelne Police
Die Kombination verschiedener Produkte führt zudem dazu, dass sich die Angebote verschiedener Anbieter kaum miteinander vergleichen lassen – dies ist von Banken und Versicherungen teilweise gewollt. Verbraucher sollten aber für jede einzelne Komponente ihrer privaten Vorsorge einen umfassenden Produkt-Vergleich anstellen und auch nicht davor zurückschrecken, Verträge bei mehreren Assekuranzen zu unterhalten.
Der Aufwand hält sich in der Regel in Grenzen. Da die private Vorsorge immer stärker an Bedeutung gewinnt und einen immer größeren Anteil des Einkommens für sich verlangt, zahlt sich intensives Recherchieren auch immer schneller aus. Bei Bedarf kann für einen Stundenlohn von ca. 150 Euro auch ein Honorarberater engagiert werden.
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