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Agio-Rabatte sind kein Kaufargument für Investmentfonds

Eingetragen am 24. Februar 2010 – 10:29Kein Kommentar

Rabatte auf den Ausgabeaufschlag von Investmentfonds sind kein Grund zur Zeichnung. Das gilt für den Erwerb eines bestimmten Fonds genauso wie für die generelle Überlegung im Hinblick auf den Einstieg in einen bestimmten Markt. Besonders Direktbanken werben aggressiv mit Rabatten: 50, 70 und auch 100 Prozent Nachlass werden regelmäßig in Aussicht gestellt. Anleger sollten sich allerdings vor Augen führen, dass sich der Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag der KAG bezieht, den Direktbanken nur in den seltensten Fällen zahlen müssen. 50 Prozent Nachlass werden bei vielen Banken pauschal auf das gesamte Sortiment geboten. Die besonders stark rabattierten Angebote sind zudem nicht zwangsläufig die besten: Wie viel Rabatt eine Bank gewährt, richtet sich vornehmlich nach den Provisionsvereinbarungen mit der Anlagegesellschaft.

Management-Gebühr fällt nicht weg

Die jährliche Verwaltungsgebühr fällt unabhängig von Rabatten auf den Ausgabeaufschlag in immer gleicher Höhe an. Sie ist besonders für langfristig orientierte Anleger sehr viel wichtiger als das Agio. Werden jährlich 1 bis 2 Prozent vom Fondsvermögen abgezogen, schlägt dies auf Dauer sehr viel stärker auf die Wertentwicklung durch als eine einmalige Belastung von 2 bis 3 Prozent. Die meisten aktiv verwalteten Investmentfonds bieten heuer ohnehin kaum noch einen Mehrwert: Sie können durch günstige Indexfonds substituiert werden, die standardmäßig ohne Ausgabeaufschlag gehandelt werden und meist weniger als 0,5 Prozent Gebühr im Jahr kosten.

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