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TNK-BP erhält von Umweltbehörden Drohung mit Entzug der Lizenz

Eingetragen am 22. Februar 2010 – 11:03Ein Kommentar

Das Energieunternehmen TNK-BP will ein sibirisches Gasfeld erschließen. Jedoch wollen die russischen Umweltbehörden diesen Plan von TNK-BP verhindern. Nun meinen die Beobachter, dass die ökologischen Zweifel der Beamten lediglich als Vorwand verwendet werden, um das Gasfeld ganz und gar unter der Kontrolle Russlands zu stellen.

Die Drohung des Lizenz-Entzugs

Das britisch-russisches Kooperationsunternehmen TNK-BP kann die Lizenz verlieren, die das Unternehmen für das Erschließen von Gasfeldern von in Ostsibirien gelegenen Kowykta-Vorkommen benötigt. Solch eine Empfehlung gab das Umweltschutzamt Rosprinadzor an. Sie hat nämlich ökologische Bedenken.

Kowykta-Felder sehr wichtig für TNK-BP

Beobachter denken, dass der Natur- und Umweltschutz als Vorwand genutzt wird, um wieder ein Gasfeld unter die Kontrolle vom Staatsunternehmen Gazprom zu geben. Schon im Jahr 2006 erreichte Gazprom mittels den Naturschutzbehörden, dass Royal Dutch Shell aus einem Öl-Gemeinschaftsunternehmen auf Sachalin gedrängt wurde. Allerdings bedeutet die Exploitation der Kowykta-Felder für das Energieunternehmen TNK-BP sehr viel, weil diese Felder mit zwei Billionen Kubikmeter Gas zu den riesigsten Vorkommen an Ressourcen gehören, welche nicht von Gazprom kontrolliert wird. TNK-BP kann mittels diesem Vorkommen das Gasgeschäft verbessern, welches im Vergleich mit der Ölförderung nur eine geringe Rolle spielt.

Ölunternehmen litt auch in der Vergangenheit

Dem drittgrößten russischen Ölunternehmen scheint es aufgrund der 50-%-igen Beteiligung von BP nicht gerade gut zu gehen. Schließlich musste der britische CEO Robert Dudley mit Druck seitens des russischen Anteilseigner den Vorstandssitz aufgeben. Mithilfe von Steuerklagen und Hausdurchsuchungen halfen die Behörden Russlands erheblich nach.

Entscheidung fällt in dieser Woche

In den kommenden Wochen wird die Entscheidung fallen, ob nun TNK-BP die Lizenz für das Erschließen des Gasfeldes wirklich verliert. Die Behörde Rosnedra, welche die Lizenzen häufig zu attraktiven Konditionen an das staatliche Unternehmen Gazprom vergibt, ist für die Vergabepolitik verantwortlich. Bisher tut die größte russische Firma kein Interesse an diesem Gasfeld kund, an welchem TNK-BP Gazprom schon vor zwei Jahren einsteigen wollte. Offensichtlich geht es nun um eine Komplettübernahme.

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