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Schlechtes Geschäftsjahr 2009 für Electronic Partner

Eingetragen am 22. Februar 2010 – 10:54Kein Kommentar

In 2009 sanken erstmalig die Einnahmen bei der Handelsfirma Electronic Partner (EP). Dies ist womöglich in der ganzen nahezu 40-jährigen Firmenhistorie der einzige Vorgang. Jetzt steht die Firma unter einer neuen Führung. Künftig will EP offensiver vorgehen.

Das Verbundunternehmen

Nach Aussage des Electronic Partner-Chef Jörg Ehmer will man wieder auf den Wachstumskurs kommen. Ehmer übernahm ganz überraschend vor sechs Wochen sein Amt. Das Verbundunternehmen ist in Form eines Dienstleisters sowie als Franchise-Zentrale für circa 5.500 selbstständige Elektronikfachhändler in ganz Europa tätig. Seine grundsätzliche Ausrichtung stimmt.

Hausaufgaben müssen erledigt werden

In Einzelheiten muss man aber seine Aufgaben erledigen. Schließlich sei EP in finanzieller Hinsicht stark und könnte sich aus eigener Kraft wieder dem Wachstum anschließen. Man überprüft auch Übernahme-Möglichkeiten. Allerdings steht bislang kein Zukauf an.

Die Umsatzentwicklung

2009 sank der Umsatz der selbstständigen Elektronikfachhändler um 1 % auf 2,18 Milliarden Euro. Diese Umsatzzahl beinhaltet die Erlöse von sowohl comTeam-Systemhäuser als auch Medimax-Fachmärkte, welche zu der Electronic Partners-Verbundgruppe gehören. Bis auf 2008 und 2009 wuchs Electronic Partners im zweistelligen Bereich. Der Umsatz im Inland zog 2009 um 0,9 % und der Umsatz im Ausland um 4,9 % an.

War EP allzu sehr verwöhnt?

Der Chef des Aufsichtsrats, Hartmut Haubrich, war nicht über die Entwicklung in den letzten zwei Jahren zufrieden. Nach Aussage von Haubrich sei EP in den letzten beiden Jahren im Konkurrenzkampf etwas zurückgefallen. Womöglich sei EP allzu sehr von der erfolgreichen Entwicklung in der Vergangenheit „verwöhnt“ gewesen.

Veränderung sollen normal sein

Für Electronic Partners muss das Verändern normal sein. Jedoch darf die Handelsfirma nicht als ein Ganzes oder in Teilen verkauft werden. Ferner gab es keinen Kommentar zu dem Führungswechsel, weil man vereinbarte, nicht über den Wechsel und dessen Hintergründe zu reden.

EP-Netshop wird aufgelöst – dafür neue Homepage von EP

Weiterhin hatte Ehmer angekündigt, dass es den EP-Netshop nicht mehr geben wird. Im April wird der Online-Auftritt ganz anders gestaltet sein. Die Konsumenten können dann zu diesem Zeitpunkt keine Produkte mehr unmittelbar auf der Homepage von Electronic Partners erwerben. Die Homepage wird viel aufwendiger gestaltet sein und sie soll den Konsumenten eher dazu anregen, zu dem entsprechenden Electronic Partners-Händler zu gehen.

Umsatzeinbruch nach Erhöhung der Preise

Die EP-Netshops werfen so wenig Umsatz ab, sodass man auf den Internet-Shop verzichten könnte. Ehmer erklärte, dass man lediglich mit tiefen Preisen in den Preissuchmaschinen weit nach vorne kommen könnte. Allerdings führte dies zu Problemen mit den selbstständigen EP-Händlern. Im EP-Netshop sind aufgrund dessen die Produktpreise auf die nicht verbindlichen Herstellerempfehlungen erhöht worden und dies führte dazu, dass der Umsatz von den EP-Netshops erheblich sanken.

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