Deutlich mehr Arbeitslose in 2009
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise wird sich nach Einschätzung von Experten schon bald deutlich in steigenden Arbeitslosenzahlen niederschlagen. Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass im Jahresdurchschnitt 3,5 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet sein werden. Ob ein Anstieg um eine halbe Millionen angesichts des Ausmaßes der Krise ausreicht, ist indes keineswegs sicher. Unter
Volkswirten gängige Faustformeln besagen, dass für jeden Prozentpunkt, den das Wirtschafswachstum unter der Beschäftigungsschwelle liegt, rund 400.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Beschäftigungsschwelle in Deutschland liegt bei etwa 1,3 Prozent und die durchschnittliche Prognose für das BIP-Wachstum beträgt derzeit Minus 2,3 Prozent. Sofern die bisherigen Annahmen über den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Wachstum zutreffen und die Krise nicht sehr bald vorbei ist, werden demnach weit mehr als eine Million Menschen in diesem Jahr ihre Arbeit verlieren.
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