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Streik bei den Lufthansa-Piloten

Eingetragen am 19. Februar 2010 – 10:18Kein Kommentar

Die Lufthansa-Piloten sprachen sich für den Streik aus. Am Mittwoch teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit mit, dass die bei dieser Gewerkschaft organisierten Flugkapitäne mit einer Majorität von 93 bis 94 % für den Streik stimmten. Nun kommen große Flugausfälle auf alle Beteiligten zu.

Der Zeitraum des Streiks

Laut der Vereinigung Cockpit soll zwischen dem 22.02. und 25.02. gestreikt werden. Es wären selbst die Tochterunternehmen Lufthansa Cargo und Germanwings betroffen. Laut einer Lufthansa-Sprecherin muss man sich nun auf den Fall eines Streiks einstellen. Zudem bereitet sich das Unternehmen vor, die Folgen für die Fluggäste nicht allzu groß werden zu lassen.

Die Urabstimmung und Forderungen seitens der Piloten

Die VC rief die etwa 4.500 Lufthansa-Piloten zur Urabstimmung auf. Es mussten 70 % der stimmberechtigten Mitglieder für den unbefristeten Streit stimmen. Laut der Vereinigung Cockpit zeichneten sich seit etlichen Wochen eine große Zustimmung für solch einen Streik ab. Schließlich fordern die Piloten wesentlich mehr Mitbestimmung sowie eine Garantie auf einen Arbeitsplatz unter dem derzeitigen Konzerntarifvertrag, aber der Konzern ist hierfür nicht bereit.

Die Tarifverhandlungen

Schon im Dezember 2009 erklärte man die Tarifverhandlungen seitens der Gewerkschaft für gescheitert. VC forderte für ein Jahr Laufzeit 6,4 % mehr Geld. Jedoch hatte sie ebenfalls keine Nullrunde ausgeschlossen, sofern die Lufthansa nicht nur eine Arbeitsplatzgarantie ausspricht, sondern auch ein Konzept vorlegt, damit günstigere Tochterfirmen in Zukunft keine Strecken übernimmt, welche bislang von der Lufthansa geflogen werden. Der Vorstand von Lufthansa appellierte an die Piloten, dass diese den Konzern in der momentan wirtschaftlich problematischen Situation nicht mit einem Streik belasten sollen.

Die Folgen des Arbeitskampfes

Die LBBW schätzt, dass ein langfristiger Arbeitskampf der Lufthansa jeden Tag mindestens zehn Millionen Euro kostet. Momentan erholt sich die Branche, wobei ein längerer Streik für die Fluglinie gefährlich sein könnte. Sofern der Arbeitskampf mindestens drei bzw. vier Tage andauern wird, so müsste man die bereits sehr konservativen Projektionen immer noch reduzieren. Man will das Lufthansa-Kursziel in Höhe von 13 Euro sowie die Anlageempfehlung „buy“ prüfen.

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