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Griechenland stürzt die Währungsunion in eine Krise

Eingetragen am 14. Februar 2010 – 15:57Kein Kommentar

Die großen Staatsschulden von Griechenland sowie von weiteren Peripheriestaaten hatten die Euro-Zone in die schlimmste Krise seit ihrem Bestehen gestürzt. Sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Union erstellen einen Plan über die Hilfestellungen für das überschuldete südosteuropäische Land. Dadurch soll nicht nur ein Bankenzusammenbruch verhindert werden, sondern man will zugleich den Euro retten. Schließlich droht die Währungsunion, sich in eine Transferunion zu verwandeln.

Das Treffen der Politiker von der Bundesregierung und der EU

In der Wochenmitte kamen die Politiker der Bundesregierung und der Europäischen Union zu einem Treffen in Brüssel und Berlin zusammen. Das Ziel war es, dass man den Bail-out für das überschuldete Land vorbereitet, um im schlimmsten Fall mögliche Lösungen zu haben. Es geht hier allerdings nicht nur um Griechenland mit seinen 11 Millionen Bewohnern, das 2,6 % zu der Wirtschaftsleistung der Euro-Zone beiträgt, sondern es geht auch um das Fortbestehen der kompletten Währungsunion sowie um das in Europa bestehende Bankensystem.

Griechenlands Verbindlichkeiten

Beispielsweise gaben die deutschen Banken Kredite an Griechenland, Spanien, Portugal sowie Spanien in Höhe von insgesamt 385 Milliarden Euro aus. Diesem stehen 30 Milliarden Euro seitens Griechenland gegenüber. Die Banken Frankreichs hatten an Griechenland Kredite im Wert von 55 Milliarden Euro vergeben. Griechenland steht bei den Schweizer Banken mit circa 46 Milliarden Euro in der Kreide.

Die Folge der misstrauischen Märkte

Sobald das Misstrauen der Märkte gegen solche Staaten immer weiter ansteigt, so erhöhen sich ebenfalls die Risikoprämien für ihre Staatsanleihen. Ferner verzeichnen ihre Kurse einen Rückgang. Dies führt dazu, dass die Gläubigerbanken Abschreibungen in Milliardenhöhe machen müssen und deshalb sinkt ihr bereits niedriges Eigenkapital weiter. Folglich gäbe es eine Kreditklemme.

Der Preis der staatlichen Rettungsaktion

Jedoch muss man für diese staatliche Rettungsaktion einen gewissen Preis zahlen. Wenn man nun dem hoch verschuldeten Land hilft, so fordern in naher Zukunft selbst Schuldenstaaten wie zum Beispiel Spanien, Italien und Portugal ebenfalls Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt wird es Realität werden, was die Euro-Skeptiker bereits erwartet hatten: die Währungsunion kann sich zur Schulden- und Transfergemeinschaft verändern.

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