Moderate Boni in Amerika – „Bescheidenheit“ bei der Wall Street
Offensichtlich fallen bei den zwei amerikanischen Finanzgrößen aufgrund des öffentlichen Drucks die Sonderzahlungen etwas geringer aus als bislang üblich waren. Zwar bekommen die Chefs von JP Morgan sowie Goldman Sachs Beträge in Millionenhöhe, aber sie erhalten diese Zahlungen nicht mehr in bar ausgehändigt. Die Chefs erhalten sie vielmehr in Form von Aktienpakete.
Die Bonuszahlungen für JP Morgan Chase und Goldman Sachs
Beispielsweise bekommt Jamie Dimon von JP Morgan Chase ein Aktienpaket in Höhe von 16 Millionen Dollar. 58.000 Belegschaftsaktien werden dagegen Lloyd Blankfein von Goldman Sachs ausgehändigt. Diese Belegschaftsaktien haben einen Wert von neun Millionen Dollar. Nach den Maßstäben des Leitindex Wall Street gilt der Bonus von Blankfein eher moderat, das man als eine Reaktion auf die publike Kritik an der Vergütung der Banken werten kann
JP Morgan Chase und Goldman Sachs kamen gut durch die Krise
Nicht nur JP Morgen Chase, sondern auch Goldman Sachs sind relativ glimpflich durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen. Im abgelaufenen Jahr konnten diese Unternehmen große Gewinne verzeichnen. Sie erhielten in der Wirtschaftskrise vom Staat Hilfen. Diese Staatshilfen zahlten sie bereits wieder zurück.
Die Sonderabgabe für Großbanken
Im Januar kündigte der amerikanische Präsident Barack Obama eine Sonderabgabe für die großen Banken an. Damit will er einen Anteil der Steuermilliarden wieder zurückbekommen, welche das vom Staat durchgeführte Rettungspaket gefressen hat. Obama hatte die vorgesehenen Bonuszahlungen an der Wall Street in dieser Hinsicht als „schamlos“ bezeichnet.
Die Erwartungen der Beobachter
Dabei kann diese Kritik auch in diesem Punkt Rechnungen tragen, dass der Chef von Goldman-Sachs sein Aktienpaket erst in fünf Jahren veräußern kann. Ferner rechneten die Beobachter zudem mit einer entsprechend höheren Bonuszahlung für Blankfein. Man redete von einem Betrag in Höhe von 15 bis 20 Millionen Dollar.
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