Goldrausch: Welche Fehler Anleger jetzt vermeiden müssen!
Gold ist in aller Munde: Angesichts der beispiellosen Finanz- und Wirtschaftskrise und der mit ihr einhergehenden Staatsverschuldung weltweit fürchten viele Anleger den Zusammenbruch des Finanzsystems und wollen ihr Vermögen durch eine Umschichtung in Gold schützen. Unreflektierte Investments in das Edelmetall aber bergen Risiken. Anleger sollten sich zunächst vor Augen führen, dass weder ein Staatsbankrott noch eine Hyperinflation – die beiden Hauptargumente, die für den Kauf von Gold sprechen – beschlossene Sache sind. Ein konkretes Beispiel: In Japan ist die Staatsverschuldung fast doppelt so hoch wie in Europa und den USA. Der Staatsbankrott ist jedoch noch immer nicht eingetreten und statt Inflation lähmen deflationäre Tendenzen seit langem die japanische Volkswirtschaft.
Opportunitätskosten und trügerische Sicherheit im Ernstfall
Wer in Gold investiert, sollte berücksichtigen, dass das Edelmetall keinerlei Erträge abwirft und weder Zins noch Dividende zahlt. Beruhigt sich die wirtschaftliche Situation wieder und ebbt die Angst vor einem Systemzusammenbruch an den Märkten ab, kann der Goldpreis sehr schnell fallen, weil eben diese Angst ganz wesentlich zu den Rekordkursen beigetragen hat. Im Ernstfall -also wenn das Papiergeld seinen Wert verliert – ist Gold in der Tat ein wertbeständiges Investment. Allerdings nur in physischer Form: Zertifikate und andere Schuldverschreibungen, die sich auf Gold beziehen, sind dann vermutlich auch wertlos. Neben dem direkten physischen Erwerb bietet sich der Einstieg deshalb vor allem über Fonds an, die das Vermögen der Anleger mit physischem Gold decken.
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