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Großbritannien: Die verteufelten, deregulierten Energiemärkte

Eingetragen am 5. Februar 2010 – 13:31Kein Kommentar

Nun kann sich die britische Insel nicht mehr auf die deregulierten Energiemärkte verlassen, um sowohl die entsprechenden Investitionen in die neuen Energiequellen als auch die damit verbundenen Preisstabilität und Versorgungssicherheit für die Verbraucher zu gewährleisten. Es müssten nämlich bis 2020 200 Milliarden Pfund in das Entwickeln von der neuen Infrastruktur investiert werden. Dadurch sollen nicht nur Energiesicherheit-, sondern auch Versorgungsvielfalt langfristig garantiert werden.

Das Problem der Versorgungssicherheit

Die Versorgungssicherheit sei jedoch insgesamt lediglich bis 2015 garantiert. Dies ist das Resultat einer Untersuchung des Marktregulierers Ofgem. Nun schlägt die Behörde unterschiedliche Maßnahmenpakete vor. Zum Einen sei die radikalste Variante ein zentral regulierter Markt für die erneuerbaren Energien oder zum Anderen eine nationale Behörde, welche Firmen für neue Energieanlagen beauftragt und als ein zentraler Käufer von Energie auf dem Markt auftritt.

Die Gründe für die Investitionsunsicherheit

Der Chef von Ofgem, Andrew Buchanan, hatte den CO2-Preis als den wichtigsten Grund für die Investitionsunsicherheit genannt. Sofern es keine Regelung seitens der EU gibt, so müsste die britische Insel einen eigenen Preis festlegen. Weitere Marktfaktoren sind neben der steigenden weltweiten Konkurrenz um die Energiequellen auch noch der aufgrund der internationalen Finanzkrise angezogene Wettbewerb um das Investitionskapital.

Die Pläne aus London

Außerdem steht Großbritannien vor weiteren Schwierigkeiten, da das Nordseegas immer weniger wird. Die EU übte Druck aus, sodass ab dem Jahr 2013 20 % bis 30 % der bisherigen Kraftwerke ausgeschaltet werden. Nun stellte London schon die politischen Weichen für die riesigen Offshore-Windanlagen sowie für neue Atomkraftwerke. Jedoch weis man noch nicht, wer die Investitionen bezahlen soll.

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