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Fonds-Käufer wandern langsam von ihrer Heimatvorliebe ab

Eingetragen am 5. Februar 2010 – 13:29Kein Kommentar

Die neuesten Statistiken vom Fondsverbands Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) haben gezeigt, dass sich die deutschen Anleger schon zu richtigen Globetrottern in Bezug auf die Geldanlage verändert haben. Vor sieben Jahren legten die Menschen einen großen Anteil an neuen Kapital in Aktienfonds an, welche in die deutschen Dividendentitel Investitionen getätigt haben. Dieser Anteil hatte im letzten Jahr nur noch etwa ein Drittel betragen. Die deutschen Anleger erwarben in 2009 für etwa vier Milliarden Euro europäische Aktienfonds und es gab zwischendurch einige Jahre, in welchen das Vermögen in großem Strom aus deutschen und internationalen Aktienfonds herausgeflossen ist.

Die Portfolio-Theorie von Markowitz

Nun besinnen sich die Anleger wesentlich mehr auf die rationalen, berühmten Argumente – frei nach der Markowitz’ Portfolio-Theorie. Denn die Gefahr des Kapitalverlustes sinkt, sobald man sein Kapital aufteilt. In einem idealen Fall wird man das Kapital nicht nur in regionale Märkte, sondern vielmehr auf unterschiedliche Anlagevarianten verteilen.

Die Grenzen von der Portfolio-Theorie von Markowitz

Die Theorie von Markowitz kam allerdings in dieser Krise an die Grenzen. Weil international die Kapitalmärkte eingebrochen sind, hatten die unterschiedlichen Anlageformen (z. B. Aktien, Unternehmensanleihen, Rohstoffe) gelitten. Markowitz nahm an, dass sich die Anlagen und Märkte nicht voneinander abhängig entwickeln. Jedoch hielt diese Annahme dieser Krise nicht stand.

Die Vorliebe zu dem Heimatmarkt

Trotz alledem betonen die Wissenschaftler, dass ein sehr gut gemischtes Depot die Ausschläge an den Börsen wesentlich besser dämpfen als ein allzu einseitig ausgerichtetes Depot. Allerdings pflegen die Deutschen im Depot die eigene Vorliebe für die Heimat. Dies hat kaum rationale, dafür mehr psychologische Gründe. Schließlich bevorzugen die Menschen laut Studien Dinge, welche sie nicht nur gut überschauen, sondern auch gut zu kennen scheinen: die Deutschen halten bei Aktien(-fonds) die Risiken von Aktien deutscher Firmen für wesentlich besser einschätzbar als bei ausländischen Unternehmen.

Höhere Investition in ausländische Aktienfonds

Die Deutschen sprangen nun offensichtlich über ihren eigenen Schatten. Die Anleger legten in internationalen Aktienfonds 53 Milliarden Euro an. Ferner investierten sie in europäische 51 Milliarden Euro und in deutsche Aktienfonds lediglich 29 Milliarden Euro.

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