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Kapitalanlage: Zurück zu den Wurzeln!

Eingetragen am 4. Februar 2010 – 17:15Kein Kommentar

Die Finanzindustrie konnte sich in den vergangenen Jahren nicht mit Ruhm bekleckern: Sowohl aktiv verwaltete Investmentfonds als auch strukturierte Anlagezertifikate entwickelten sich deutlich schlechter als ihre Basiswerte. Anleger sollten deshalb auf aktives Management und komplexe Strukturen verzichten und so direkt wie möglich in den Markt investieren. Eine Analyse der Rating Agentur Scope ergab jüngst, dass Zertifikate im zweiten Halbjahr 2009 um durchschnittlich 10 Prozent schlechter abgeschnitten haben als die Indizes, auf die sie sich bezogen. Auch aktiv gemanagte Fonds konnten – von einigen Ausnahmen abgesehen – nicht überzeugen. Ein Grund für das schlechte Abschneiden sind die hohen Kosten, die Anleger tragen müssen.

Je aktiver und komplexer desto teurer

Ein aktiv verwalteter Fonds kosten beim Erwerb über eine Direktbank nicht nur 2,5 Prozent Agio. Pro Jahr werden auch 1-2 Prozent des Fondsvermögens für Verwaltungs- und andere Kosten fällig. Ähnlich sieht es bei strukturierten Investments aus: Banken verstecken in den komplexen Produkten Margen von mehr als 5 Prozent. Wer in den breiten Aktienmarkt investieren möchte, sollte auf einen passiven Indexfonds zurückgreifen, der ohne Ausgabeaufschlag erhältlich ist und Verwaltungsgebühren von deutlich weniger als 0,5 Prozent im Jahr kostet. Anstelle von Garantiezertifikaten eignen sich Bundesanleihen in Kombination mit einem kleinen Anteil Optionen – die Struktur ähnelt der eines Zertifikats stark, spart jedoch viele Kosten.

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