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Zentralbankchef von Argentinien geht – Problem bei der Begleichung der Staatsschulden

Eingetragen am 1. Februar 2010 – 10:34Kein Kommentar

Der argentinische Zentralbankchef Martin Redrado hatte während eines Streits mit der Regierung seinen Posten aufgegeben. Am Freitag hatte Redrado auf der Pressekonferenz mitgeteilt, dass seine Zeit bei der argentinischen Notenbank zu Ende sei. Er ist im Bewusstsein gegangen, dass er seine Pflicht erfüllt hatte.

Der Hintergrund

Redrado weigerte sich, die Währungsreserven der Notenbank im Wert von 6,6 Milliarden Dollar frei zu machen, um damit die Verbindlichkeiten des Staates zurückzuzahlen. Deshalb hatte ihn die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner gekündigt. Zunächst bekam Redrado Hilfe von der Justiz, welche den Stopp der Transaktion verifizierte, welcher von der Regierung angeordnet wurde. Das Gericht hatte außerdem angeordnet, dass der Sonderausschuss des Kongresses sich zu dieser Sache äußern müsste, bevor ein neuer Chef der Zentralbank ausgesucht wird.

Redrado’s Rücktritt – Pesce neuer Zentralbankchef

Das der Regierung nahe stehende Direktorium der Notenbank hatte sich allerdings der Beschluss der argentinischen Präsidentin angeschlossen. Es hatte inzwischen den Vize-Präsidenten Miguel Pesce für den Zentralbankchef berufen. Ferner beharrte Redrado, dass er seinen Pflichten nachkommt, wobei er dann von den Polizisten aufgehalten wurde, zu seinem Arbeitsplatz zu gehen. Auch die Oppositionsvertreter hatten daraufhin geurteilt, dass es nun an der Zeit ist, dass Redrado seine Stelle aufgibt.

Die Empfehlung des Kongressausschusses und das aktuelle Ziel der argentinischen Regierung

Nachdem Redrados seinen Rücktritt erklärte, hatte der Chef des Kabinetts Anibal Fernandez betont, dass die Präsidentin diese Rücktrittserklärung solange nicht annehmen wird, bevor der Kongressausschuss die Empfehlung geäußert hatte. Am Dienstag soll diese Empfehlung publiziert werden. Mit dem Rücktritt von Redrado sowie den Empfehlungen des Kongressausschusses können sich die politischen Probleme in Argentinien wieder glätten, um sich endlich wieder auf das Umschulden konzentrieren zu können. Argentinien plant, mit diesem Vorhaben wieder Zutritt zu den weltweiten Anleihemärkten zu bekommen.

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