BMW droht eine Milliardenklage – Zusammenarbeit mit US-Zulieferern wird vermutlich beendet
Der Automobilkonzern BMW kann eine Klage in Milliardenhöhe bekommen. Die Wirtschaftswoche hatte veröffentlicht, dass dadurch die nahezu 20 Jahre andauernde Zusammenarbeit zwischen dem bayerischen Autounternehmen sowie dem amerikanischen Zulieferer GM Powertrain zu Ende ist.
Die Geschäftsbeziehung zwischen dem amerikanischen Zulieferer und BMW
Der amerikanische Zulieferer entwickelte und baute für BMW seit 1991 4- und 5-Ganggetriebe wie zum Beispiel für die 3er- und 5er-Baureihe. Laut dem Bericht erteilte der deutsche Autobauer wegen der langen Lieferbeziehung der GM-Tochter im Mai 2004 die Order zum Entwickeln und dem Bau einer Sechsgangautomatik. Diese Sechsgangautomatik sei für die Autos der Mittelklasse, für ein neues Vehikel der unteren Kompaktklasse sowie für den Geländewagen X3.
Die Vertragsbedingungen
Es wurde vereinbart, dass jedes Jahr zumindest 200.000 Einheiten der Sorte 6L45 aus dem Straßburger Werk geliefert werden. Dabei sei der Stückpreis zwischen 1.260 Euro (zum Start der Produktion) und 1.150 Euro (bei Beendigung der Produktion im Jahr 2015). Der Vertrag für GM hätte über die komplette Vertragslaufzeit und mit Entwicklungskosten in Höhe von 19 Millionen Euro einen Wert in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro gehabt.
Der geplatzte Vertrag
Die Produktion sollte im Jahr 2008 beginnen. Jedoch erweiterte BMW die technischen Anforderungen mehrere Male, die im Lastenheft aufgeführt sind. Am 10.12.2009 kündigte BMW den Vertrag komplett.
GM-Getriebe nicht mehr wettbewerbsfähig?
Man sagte aus München, dass das Getriebe von GM nicht mehr dazu in der Lage sei, dem Wettbewerb stand zu halten. Jedoch hatte MLC dies energisch bestritten. Nun verlangt MLC von dem deutschen Autokonzern entweder Schadensersatz oder Vertragserfüllung. Ferner hieß es, dass das Werk Straßburg geschlossen wird, nachdem der BMW-Vertrag zurückgezogen wurde.
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