Chef von Commerzbank begrüßte Obamas Pläne
Obama plant nun, die Banken wesentlich mehr an die Kandare zu nehmen. Jedoch sind viele Banker nicht gerade von diesen Plänen begeistert und sie protestierten. Doch einer geht einen anderen Weg. Der Chef der Commerzbank, Martin Blessing, hat in gewisser Weise Verständnis für Obama.
Blessing findet Obamas Idee gut
Blessing begrüßt das Begrenzen von riskanten Bankgeschäften. Laut Blessing ist die grundsätzliche Idee vernünftig. Jedoch braucht man für eine endgültige Beurteilung weitere Details.
Blessings Forderung: straffere Regelungen in der Finanzsparte
Blessing verlangt im Grunde genommen wesentlich strengere Regeln im Finanzbereich. Der Commerzbank-Chef sagte, dass man bereits in den letzten beiden Jahren erlebt hatte, dass das „alte“ System Mängel hat. Deshalb kann man nun nicht so einfach wieder zurück in die Normalität gehen und es werden weitere Regulierungsmaßnahmen nötig sein. Er sieht in dem komplett unregulierten Bankenbereich keinen Nutzen.
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken kritisiert
Dagegen übte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Manfred Weber, Kritik aus. Seiner Meinung nach sei die Trennung des klassischen Kundengeschäfts von dem Investment Banking wie es Obama plant nicht der passende Ansatz, um einen neuen Finanzkollaps zu verhindern. Die Wirtschafts- und Finanzkrise erfasste Banken von ganz verschiedenen Geschäftsmodellen sowie Größen. Neben reinen Investment-Banken waren auch Hypothekenfinanzierer ohne Investment-Banking und Universalbanken betroffen.
Keine Einsicht seitens der Finanzbranche
Auch der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann kritisierte, dass die Finanzinstitute selbst nach der Finanzkrise immer noch keine Einsicht zeigen. Schließlich muss die Finanzbranche einsehen, dass die Menschen bestimmte Übertreibungen nicht mehr toleriert. Ackermann lehnte die Pläne ab, eine Bankenumlage einzuführen und aus dieser in Zukunft die Aufwendungen für potentielle Rettungsmaßnahmen bezahlt werden.
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