Sanierungsdarlehen: Energieeffizienz ist nicht alles
Der Staat fördert bauliche Maßnahmen, die der Energieeffizienz von Gebäuden dienen, durch günstige Kredite der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese vergibt über ihr Programm „Energieeffizient Sanieren“ Hypothekendarlehen zu 2,47 Prozent Zinsen im Jahr. Eigentümer sollten die Mittel allerdings mit Bedacht in Anspruch nehmen. Die Anforderungen der KfW-Programme sind sehr hoch -eine komplette energetische Sanierung eines Altbaus kann schnell 70.000 Euro kosten. Trotz langfristig steigender Energiepreise rechnet sich eine solche Investition selten. Denn trotz der günstigen Zinsen muss das Darlehen getilgt werden. Kritisch sind derart große Aufwendungen vor allem dann, wenn die Eigentümer bereits in die Jahre gekommen sind und der Ruhestand nicht mehr weit ist.
Einsparungen oft kleiner als angenommen
Selbst wenn ein großer Teil des Energieverbrauchs eingespart werden kann, übersteigen die Zinszahlungen zumeist dennoch die Ersparnis. Zwar steigt der Verkehrswert der sanierten Immobilie nach der Maßnahme – soll bis zum Lebensende in dem Objekt gewohnt werden, hilft das wenig. Das Einkommen im Ruhestand wird durch den Kredit deutlich geschmälert – bei überschaubarem Nutzen. Im Vorfeld einer energetischen Sanierung sollte zudem geprüft werden, welcher Anteil der Energieeinsparung sich durch kleinere Maßnahmen (z. B. das Abdichten der Fenster) mit deutlich geringerem Aufwand realisieren lässt. Soll dann tatsächlich eine energetische Sanierung durchgeführt werden, sind Kostenvoranschläge von mehreren Anbietern empfehlenswert: Die günstigen Förderbank-Kredite haben die Nachfrage nach Sanierungen deutlich angeschoben.
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