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Die Carry-Trader – Zocker sind an Yen interessiert

Eingetragen am 26. Januar 2010 – 10:05Kein Kommentar

Mitte der 90er Jahre setzte die japanische Notenbank den Leitzins auf praktisch null. Dadurch wurde der Yen für die Carry-Trades eine sehr beliebte Währung. Allerdings hatte dies immer wieder zu einer starker Volatilität des Yen geführt. Dies hing davon ab, ob sich die Carry-Trades erst aufbauschten oder ob diese allmählich zurückgefahren werden.

Die starken Wechselkursschwankungen des Yen zum Dollar

Im Zeitraum von März bis November 2009 stieg der Yen zum Dollar um 15 %. Seit dieser Zeit wertete er um 5 % ab. Dies könnte aber erst der Anfang sein.

Die Vorhersage von Morgan Stanley

Die Experten von Morgan Stanley sahen dies rechtzeitig. Sie fragen, ob es nun an der Zeit ist, dass man sich in die Währung Yen anstatt in Dollar verschulden sollte und diese Frage beantwortete man mit „Ja“. Für den Dollar ist dies eine sehr wichtige Frage. Es kommt hier nicht nur auf den Zins an, welcher bei Dollar und Yen null ist, sondern auch auf die Erwartungen beim Wechselkurs.

Die ideale Währung zum Verschulden

Der japanische Yen war bis zum Jahr 2008 eine recht beliebte Währung zum Verschulden. Schließlich sind die kurzfristigen Zinsen in Japan seit etlichen Jahren bei fast null. Der Yen war außerdem für eine längere Zeit schwach. Somit waren die Carry-Trades mit dem Yen sehr profitabel, da man den Zinsvorteil nutzen konnte und aufgrund der Abwertung des Yen musste man weniger Geld an den Gläubiger zurückzahlen als man eigentlich aufnahm.

Yen-Carry-Trader mussten Verluste einbüßen

Nachdem aber Lehman insolvent ging, gab es für die Yen-Carry-Trader erhebliche Verluste. Denn der Yen wertete innerhalb kürzester Zeit um 10 % auf und anschließend wurde er immer stärker. Folglich machte dies den Yen als eine Verschuldungswährung nicht mehr attraktiv.

Der starke Dollar

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hatte zugleich die Geldschleusen geöffnet. Sie reduzierte den Leitzins auf praktisch null. Der Dollar hatte sich dadurch als eine neue Carry-Trade-Währung empfohlen. Die Carry-Trader nutzten sie stark.

Die Veränderung des amerikanischen und japanischen Zinssatzes

Die Marktteilnehmer erwarten mit einer Erhöhung des Zinssatzes in den USA, die es spätestens im Herbst geben soll. Jedoch könnten die Zinsen in Japan immer noch gering bleiben. Dies macht den Yen weiterhin als eine Verschuldungswährung für die Investoren attraktiv, aber allerdings zum Dollar schwächelt. Laut der Empfehlung von dem Leiter der globalen Devisenstrategie von Morgan Stanley, Stephen Hull, soll man sich weiterhin in den Yen als in den Dollar verschulden.

Der steigende Dollar – die Abwertung des Yen

Ferner erwartet Stephen Hull, dass der Dollar steigen wird. Weiterhin soll der Euro lediglich 1,37 Dollar oder noch weniger kosten. Der Yen wird jedoch als die bisherige neue Verschuldungswährung von circa 91 Yen pro Dollar bis zu 109 Yen pro Dollar abwerten.

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