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Vermögensplanung: Diese Variablen müssen Sparer beachten

Eingetragen am 23. Januar 2010 – 13:29Kein Kommentar

Neun von zehn Kalkulationen zu Altersversorgung und Vermögensaufbau vernachlässigen wichtige Variablen. So reicht es keinesfalls aus, die monatlichen Einzahlungen in einen Rentenvertrag oder einen Banksparplan über die geplante Laufzeit zu summieren und mit einem Kalkulationszins zu verzinsen. Dieses Verfahren ist sogar gefährlich, weil es viel mehr Vermögen vorgibt, als tatsächlich vorhanden ist. Ein ganz wichtiges Kriterium bei Altersvorsorge und Vermögensaufbau ist die Inflation. Wer über einen langen Zeitraum plant, kann die spätere Rente nicht auf das Preisniveau der Gegenwert beziehen: Die allgemeine Teuerungsrate reduziert die Kaufkraft der künftigen Mittelzuflüsse beträchtlich. Bei zwei Prozent Inflation pro Jahr halbiert sich die Kaufkraft einer 1000-Euro-Rente in 35 Jahren.

Viele Renditeannahmen sind unrealistisch

Viele Renditeannahmen, die von Banken und Versicherungen unterstellt werden, dürfen hinterfragt werden. So rechnen Banker gerne vor, dass mit Aktien in der langfristigen Perspektive eine durchschnittliche jährliche Rendite in Höhe von 6-8 Prozent zu erzielen ist. Diese Annahme kann sich zwar als richtig erweisen – sie muss es jedoch nicht. Mit sicheren, verzinslichen Anlagen lässt sich ohnehin kaum Geld verdienen: In den vergangenen Jahren erzielen Anleger meist Realrenditen (also die um die Inflation bereinigte Rendite) um die drei Prozent. Neben der Inflation werden oft auch steuerliche Effekte nicht berücksichtigt: Viele Sparer etwa wissen nicht, dass der Abgeltungsteuer wie anderen Steuerarten auch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zuzuschlagen sind.

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