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Anleihen: Kennen Sie das Auslosungsrisiko?

Eingetragen am 21. Januar 2010 – 11:39Kein Kommentar

Viele Anleihen sind mit einem besonderen Risiko verbunden: Der Emittent lost an festgelegten Stichtagen während der Laufzeit einen Teil der umlaufenden Papiere aus, die dann umgehend fällig und zurückgezahlt werden. Für Anleger ist damit das Risiko einer im Vergleich zum Investitionszeitpunkt veränderten Rendite verbunden. Liegt das Zinsniveau zum Zeitpunkt der Auslosung deutlich unter dem Niveau bei Auflage bzw. Erwerb der Anleihe, verschlechtert sich die künftige Portfoliorendite. Auslosungsrisiken machen Schulverschreibungen deshalb schlechter kalkulierbar. Mit welchem Aufschlag auf den Zinssatz das Auslosungsrisiko zu vergüten ist, lässt sich nur mit sehr komplexen Methoden ermitteln. Den meisten Anlegern ist das Auslosungsrisiko gar nicht bekannt.

Sonderkündigungsrecht des Emittenten

Einige Titel sehen auch ein generelles Sonderkündigungsrecht des Emittenten entweder zu bestimmten Zeitpunkten oder auch während der gesamten Laufzeit vor. Anleihen dieser Art werden besonders häufig in Hochzinsphasen begeben: Der Emittent will sich dadurch die Möglichkeit eröffnen, später zu günstigeren Konditionen die Verbindlichkeiten abzulösen. Sonderkündigungsrechte sollten ebenfalls einen Aufschlag auf den Zinssatz mit sich bringen. Auch hier gilt jedoch, dass die Bewertung solcher Anleihen komplex ist. Anleger müssen diese Titel keinesfalls meiden –oft finden sich sehr gute Anleihen bonitätsstarker Emittenten mit attraktiven Konditionen, die mit Kündigungsrechten ausgestattet sind. Eine Übergewichtung im Portfolio sollte aber besser vermieden werden.

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