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Basketanleihen: Faire Bewertung kaum nachvollziehbar

Eingetragen am 21. Januar 2010 – 11:38Kein Kommentar

Banken bieten im aktuellen Marktumfeld verstärkt Basketanleihen an. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen, deren Rückzahlung an die Entwicklung mehrerer Basiswerte – oft Aktien – gekoppelt ist. Das Prinzip: Anleger erhalten einen attraktiven Zinssatz, der ein Mehrfaches der Rendite sicherer Staatsanleihen beträgt. Die Rückzahlung der Basketanleihe aber erfolgt nur dann zum Nennwert, wenn alle im Korb des Produkts berücksichtigten Basiswerte bei Fälligkeit über einem bestimmten Kursniveau notieren. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Rückzahlung durch die Lieferung einer bestimmten Anzahl von Aktien zum Tageskurs. Je nach Produkt wird dabei entweder in der Aktien mit dem größten oder der mit dem kleinsten Kursverlust gezahlt. Auch andere Variationen sind möglich.

Klassische Aktienanleihen sind die bessere Wahl

Das Problem solcher Anlagen besteht in der Komplexität der Bewertung. Privatanleger können praktisch nicht nachvollziehen, wie hoch der faire Preis für eine solche Anleihe sein muss. Das Kursverhalten von Basketanleihen während der Laufzeit ist noch schwieriger nachzuvollziehen. Bei derart komplexen Produkten fällt es Emittenten leicht, zusätzliche Gewinnmargen einzubauen. Der augenscheinlich hohe Zinssatz trügt: Je mehr Aktien im Korb der Anleihe enthalten sind, desto mehr Risiken trägt der Anleger auch – höher als der Nominalwert der Anleihe kann die Rückzahlung schließlich nicht ausfallen, so dass mit jeder zusätzlichen Aktie auch ein zusätzliches Risiko verbunden ist. Besser als komplizierte Basketanleihen sind deshalb klassische Aktienanleihen (Reverse Convertibles), die sich nur auf eine Aktie beziehen.

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