ETC, ETF und ETN: Diese Investment-Fakten müssen Anleger kennen
Die Finanzindustrie bietet Privatanlegern immer neue Produkte an. In den letzten Jahren konnten ETFs, ETCs und ETNs die Sortimente von Banken und Fondsgesellschaften bereichern. Zwischen diesen mittlerweile recht populären Investments bestehen signifikante Unterschiede, die nicht allen Anlegern bekannt sind. Die Unkenntnis kann im Extremfall einen Totalverlust nach sich ziehen. Die geläufigste Anlageklasse der drei genannten Produktgattungen sind ETFs (Exchange Traded Funds). Dabei handelt es sich um Sondervermögen, die einen bestimmten Index (z.B. den DAX oder den Dow Jones) nachbilden. Die Vorteile: ETFs sind kostengünstig und transparent. Ein Emittentenrisiko besteht wegen des Fondsmantels nicht.
Besicherte Anlagen sind keine Sondervermögen
Im wachsenden Rohstoffsegment haben sich ETCs (Exchange Traded Commodities) etabliert. Sie bilden die Kursentwicklung eines einzelnen Rohstoffs nach. Bei den Produkten handelt es sich ausdrücklich nicht um Sondervermögen, weil diese einen größeren Diversifikationsgrad benötigen. ETCs sind Schuldverschreibungen der jeweiligen Emittenten. Die an der Börse gehandelten Produkte sind jedoch fast immer mit einer Besicherung ausgestattet: Der Emittent hält dabei gesonderte Vermögenswerte vor, die Anleger im Fall der Insolvenz entschädigen und nicht in die Konkursmasse einfließen. Eine Vorschrift für diese Sicherheitsmaßnahme existiert allerdings nicht. ETNs (Exchange Traded Notes) schließlich gleichen ETCs rechtlich und praktisch – sie beziehen sich allerdings nicht auf Rohstoffe, sondern auf andere Basiswerte.
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Rohstoff ETFs im Aufwind nach Gewinnmeldungen
Der ETFX DAXglobal Coal Mining Fonds (COAL) konnte letzte Woche um 6 Prozent zulegen und hat damit breit gestreute Aktienindices in der Performance deutlich übertroffen. Positiv ausgefallene Jahreszahlen global tätiger Bergbauunternehmen wie BHP Billiton and Rio Tinto haben zu ordentlichen Gewinnen von Rohstoff-basierten ETFs geführt. Dieser Sektor kann bereits länger gut abschneiden und profitiert von der wieder auflebenden Nachfrage aus den Schwellenländern, in denen Kohle den Industrialisierungsprozess befeuert – insbesondere Indien und China.
Der ETFX DAXglobal Shipping Fonds (SHIP) ist inmitten leichter notierender Dividendenpapiere auf Kurs geblieben und hat in diesem Jahr bislang eine Rendite von 2,7 Prozent ausweisen können – deutlich mehr als breit aufgestellte Aktienindices. Er ist damit der einzige Strategie ETF, der sich als widerstandsfähig erweist, obwohl die generelle Risikobereitschaft seit Jahresbeginnn unter den Investoren abgenommen hat. In den vergangenen Monaten sind die Frachtraten durch Engässe an Häfen weltweit gestiegen.
Quelle: ETFSecurities