Cross-Border-Leasings bringen Leipziger Wasserwerke in Finanznot
Zu Beginn des Januars ist die Bombe geplatzt. Die Leipziger Wasserwerke mussten aufgrund von risikoreichen Kreditgeschäften einen Verlust in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro verzeichnen. Zwar hat dieses Geschäft mit einem US-Finanzinvestor recht lukrativ angefangen. Jetzt wurde es zum größten Wirtschaftskrimi der Stadt Leipzig.
Der Beginn der CBLs bei den Leipziger Wasserwerke
Kurz nach der Jahrtausendwende verpachteten die Leipziger Wasserwerke für insgesamt fast 860 Millionen Euro an einen Investoren aus den USA. Zugleich hatten sie es wieder zurück gemietet. Damit können die US-Investoren Steuern sparen. Dafür bekommen die Leipziger Wasserwerke davon etwa 15 bis 20 Millionen Euro ab.
Die Cross-Border-Leasings
Dieses Modell wird als Cross-Border-Leasing bezeichnet. Dies wurde in den letzten Jahren bei den Gemeinden und Städten immer populärer. Schließlich erhielten die zum Teil finanziell schwachen Kommunen viele Millionen Euros. Beispielsweise hatte Leipzig sowohl Messehallen als auch Schienen und Netze in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro in dieses Geschäft eingebracht und somit ist Leipzig auf Platz zwei in ganz Deutschland mit den größten Cross-Border-Leasings-Beteiligungen.
Das böse Erwachen
Aufgrund der Finanzkrise drohte woanders ein böses Erwachen, da die Kommunen Millionenbeträge in die CBL-Geschäfte einzahlen sollten. Man hatte in Leipzig zunächst aufgeatmet, weil es zunächst keine Nachschusspflicht gab. Es gab trotzdem ein sehr böses Erwachen.
Das Schweizer Konto in London
Schließlich spekulierten die Chefs der Wasserwerke zu Beginn des Jahres 2006 weiterhin mit den Cross-Border-Leasings. Es gibt ein Konto bei einer Großbank aus der Schweiz in der Finanzmetropole London. Über dieses Konto sollen die risikoreiche Geschäfte getätigt worden sein.
Die riskanten Wetten der Wasserwerke
Beispielsweise sollen sie aufgrund der CBL-Geschäfte der Leipziger Wasserwerke mit besonderen Wertpapieren sehr riskante Wetten erhalten haben. Jedoch verliefen die Wetten nicht erfolgreich. Deshalb müssen die Leipziger Wasserwerke Millionenbeträge nachzahlen. Dies kann ein Betrag in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro sein.
Die Auswirkungen der CBLs auf die Chefs der Wasserwerke
Laut dem Bürgermeister Müller ist es bislang ein Rätsel, weshalb die Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke solche Geschäfte abgeschlossen haben und dies an sämtlichen Büchern und Kontrollen vorbei schleusten. Nun mussten die Chefs der Wasserwerke gehen. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt gegen die Chefs der Wasserwerke.
Untersuchungen bei der Bank
Selbst für die Bank kann es Probleme geben. Ein Insider sagte, dass nun geprüft wird, wer dafür verantwortlich ist. Es werden Gespräche geführt, um herauszufinden, ob die Bank die Sorgfaltspflicht beachtet hatte.
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