Gasabnehmer für die Ostsee-Pipeline von Gazprom
Bei der Gasleitung in der Ostsee fand Gazprom bereits nahezu für die Hälfte der kompletten Kapazität Abnehmer. Das Energieunternehmen aus Russland ist nun selbst bei den Versorgern in Deutschland fündig geworden.
Die Gasabnehmer
Nach Angaben des Geschäftsführers der Betreibergesellschaft Nord Stream schloss der Energiekonzern Gazprom schon Kaufverträge von über 21 Milliarden Kubikmeter mit den Abnehmern aus Frankreich, Dänemark, Großbritannien und Deutschland ab. Die Abnehmer sind beispielsweise Eon Ruhrgas, sowie das gemeinsame Tochterunternehmen von Gazprom sowie Wintershall Wingas. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, dass es für den Zeitraum von 25 Jahren weitere bis zu neun Milliarden Kubikmeter Erdgas neben den bereits bestehenden Liefermengen über die Ostsee-Pipeline beziehen will.
Die Anteilseigner an der Nord Stream AG
Der Mehrheitsaktionär Gazprom hat 51 % der Anteile der Betreibergesellschaft Nord Stream AG. Ferner halten sowohl Eon Ruhrgas AG als auch BASF/Wintershall AG jeweils 20 % der Anteile von der Nord Stream AG. Ferner beteiligte sich Gasunie aus den Niederlanden mit 9 % an dem Unternehmen.
Die Verlegung der Pipelines
Die Pipelines sollen laut dem Firmenkonsortium Nord Stream ab dem kommenden April verlegt werden. Das erste Gas soll erst ab Ende 2011 vom russischen Wyborg über Lubmin bis Greifswald fließen. Ein Jahr darauf wird ein zweiter Leitungsstrang in Betrieb genommen, sodass die Trasse jährlich eine gesamte Kapazität in Höhe von 55 Milliarden Kubikmeter Gas erreichen soll.
Die Finanzierung des Projektes
Man rechnet selbst bei der derzeitigen Wirtschaftskrise nicht damit, dass die Finanzierung in Höhe von 7,4 Milliarden Euro Schwierigkeiten machen wird. Es beteiligten sich 27 Banken an der allerersten Phase der Projektfinanzierung, welche zu Jahresbeginn abgeschlossen wird. Ferner beantragte Nord Stream beim Bund Bürgschaften, die 2,6 Milliarden Euro hoch sind.
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