Exchange Traded Notes: Investmentprodukte für Profis
Die Deutsche Börse hat Anfang Dezember 2009 mit ihrem Exchange Traded Notes Segment ihre Produktpalette erweitert. Bei ETNs handelt es sich um nachrangige Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten, mit denen in bestimmte Indizes investiert werden kann. Derzeit kann in zwei Volatilitätsindizes investiert werden. ETNs unterscheiden sich von Zertifikaten durch den organisierten Börsenhandel: Market Maker, die als Designated Sponsors agieren, stellen Liquidität bereit und sorgen so für transparente Kurse. Exchange Traded Notes sind deshalb ein guter Mantel für Investments mit hohem Spezifikationsgrad, bei denen der Handel direkt mit dem Emittenten die Gefahr von Intransparenz und Preisaufschlägen bergen würde.
Besicherung möglich, aber nicht zwingend
ETNs sind anders als ETFs kein rechtliches Sondervermögen und bergen deshalb ein Emittentenrisiko. Rechtlich betrachtet entsprechen Exchange Traded Notes ETCs. ETNs beziehen sich jedoch ausdrücklich nicht auf Rohstoffe. Darüber hinaus hat sich bei ETCs eine physische Besicherung eingebürgert, die bei ECNs nicht besteht. Exchange Traded Notes können zwar ebenfalls besichert werden – eine Pflicht dazu besteht für den Emittenten allerdings nicht. Das noch recht schmale Segment wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Die derzeit handelbaren Produkte sind sehr komplex und nur für Anleger mit viel Erfahrung und weitergehende Kenntnissen geeignet.
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