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Private Finanzen: Kombi-Produkte sind schlecht

Eingetragen am 16. Januar 2010 – 15:08Kein Kommentar

Die Komplettlösung für die privaten Finanzen aus einer Hand – das ist das Versprechen vieler Banken und Versicherungen gegenüber Kunden, denen Kombi-Angebote unterbreitet werden. Der Haken: Das Preis-Leistungsverhältnis kombinierter Finanzprodukte ist meist sehr ungünstig. Banken bieten Berufsunfähigkeitsversicherungen gerne in Kombination mit Sparplänen an. Das Problem: Ist das Geld einmal knapp, kann häufig nicht nur der Sparplan allein gekündigt bzw. ausgesetzt werden, sondern auch auf den Versicherungsschutz muss verzichtet werden. Wird dann später eine neue Police abgeschlossen, fallen die Konditionen wegen des höheren Lebensalters und ggf. auch aufgrund von Vorerkrankungen schlechter aus. Besser ist es deshalb, keine Kombination mehrerer Produkte vorzunehmen.

Unnötig komplizierte Verträge meiden

Die Finanzindustrie lässt sich gerne komplizierte Produkte einfallen, die es Verbrauchern schwer machen, objektiv zu vergleichen. So findet sich auf dem Markt ein Girokonto, bei dem die Gebühren nur dann entfallen, wenn ein Sparplan abgeschlossen wird. Auch bei dieser Konstruktion handelt es sich um eine unnötige Kombination verschiedener Finanzprodukte, die ausschließlich dem Anbieter nutzt. Verbraucher sollten sich vor dem Gang zur Bank stets vergewissern, welche Dienstleistungen tatsächlich benötigt werden. Versicherungen sind vom Vermögensaufbau ebenso zu trennen wie von Produkten des Zahlungsverkehrs. Preist ein Berater Kombi-Produkte an, sollte stets nachgefragt werden, welcher konkrete Vorteil sich gegenüber dem Einzelabschluss ergibt.

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