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Der Frax-Index: Kaum offene Arbeitsplätze bei den Banken

Eingetragen am 16. Januar 2010 – 14:50Kein Kommentar

Auf dem Arbeitsmarkt für Finanzexperten und Banker sieht es nicht gerade rosig aus. Im letzten Jahr sank die Anzahl der noch zu besetzenden Stellen in der Finanzbranche in Deutschland durchschnittlich um 20 %. Diese Entwicklung zeigte der Frax-Index (Arbeitsmarktindex für Banking & Finance), welcher vom Handelsblatt berechnet wurde. Die Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt somit komplett auf den Arbeitsmarkt durch.

Der sinkende Frax-Index

Das Handelsblatt ermittelt in einer Kooperation mit der Frankfurt School of Finance and Management jeden Monat den Frax-Index. Im Dezember sank dieser auf 67,7. Dies ist bislang fast der niedrigste Stand. Nach Angaben des Wissenschaftlers der Frankfurt School of Finace, Dirk Rudolph, gibt es derzeit lediglich ein paar Tausend noch zu besetzende Arbeitsplätze.

Die Abbildung der Situation im Frax-Index

Nach Ansicht von Dirk Rudolph veranschaulicht die Entwicklung des Jahres 2009 die Probleme, welche die Bankenkrise auf dem Arbeitsmarkt der Branche „vermacht“ hatte. Die Anzahl an offenen Arbeitsplätzen ist seit Mai 2008 um über einem Drittel gesunken. Es gibt aber eine leichte Verbesserung im Herbst, die gegebenenfalls saisonal bedingt ist. Diese ließ den Frax steigen.

Die konjunkturelle Erholung kaum erkennbar

Allerdings sind seit Oktober die offenen Positionen um über einem Zehntel zurückgegangen. Nach der Meinung von Rudolph sei die konjunkturelle Erholung noch nicht erkennbar. Er ist schon auf die Zahlen im Januar gespannt. Seiner Meinung nach könnte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verschlimmern, sofern die saisonale Erholung nicht kommt.

Der Frax-Index

Der Frax-Index ermittelt die Entwicklung der offenen Arbeitsplätze für die etwa 750.000 Beschäftigten der Finanzsparte in Deutschland. Die Stellen werden jeden Monat ausgewertet, welche sich sowohl in den Internetsuchmaschinen als auch in den Jobbörsen befinden. Der Frax-Index wurde im Juli 2007, als die Auswertung begonnen hatte, auf 100 gesetzt.

Entwicklung des Frax-Index mit der Umfrage von Ernst & Young vergleichbar

Die Tendenz des Frax-Index kann man mit der neuesten Umfrage von Ernst & Young unter 120 Kreditinstituten vergleichen. Etwa drei Viertel der befragten Banken wollen derzeit Maßnahmen zur Senkung der Kosten durchführen. Ferner will jede vierte Bank die Anzahl der Beschäftigten senken.

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