Preisabsprachen bei den Einzelhändler – Untersuchungen vom Kartellamt
Heute durchsuchten die Ermittler des Kartellamts die großen Einzelhändler in Deutschland. Das Bundeskartellamt teilte mit, dass die Hersteller und Händler verdächtigt werden, Preise abgesprochen zu haben.Natürlich fragt sich die Branche, was daran falsch sei.
Die Preisabsprachen bei 15 Firmen
Laut dem Bundeskartellamt stehen die Lebensmittelhändler unter dem Verdacht, illegale Preisabsprachen bei Tiernahrung, Süßwaren und Kaffee getroffen zu haben. Unter anderem wurden Edeka, Rewe, Metro und Lidl durchsucht. Am Donnerstag gab es mit mehr als 100 Fahndern Razzien. In ganz Deutschland sind 15 Unternehmen, davon 11 Handelsunternehmen betroffen, und außerdem wurden gegen andere Firmen schriftliche Verfahren eingeleitet.
Die Kooperation zwischen den Händlern und dem Bundeskartellamt
Aus den Branchenkreisen heißt es, dass die Händler schon mit dem Bundeskartellamt kooperieren. Seit etlichen Jahren hätten die Firmen zu Lasten des Konsumenten Preisuntergrenzen für Produkte abgesprochen und diese auch durchgesetzt. Die Firmen können mit Geldstrafen geahndet werden.
Verunsicherung in der Branche
Man ist in der Branche verunsichert. Laut einem betroffenen Händler seien die Preisverhandlungen zwischen den Unternehmen selbstverständlich. Zwar bestätigte die Firma nicht, dass bei den Verhandlungsgesprächen die Endverbraucherpreise diskutiert sowie die Mindestpreise vereinbart wurden. Allerdings kann in dieser Branche solche Preisverhandlungen üblich sein – insbesondere um zusammen Verkaufs- und Werbeaktionen planen zu können.
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