Risk-Trigger-Strategie: Dem Crash entgehen
Eine der Konsequenzen aus der Finanzkrise für den langfristigen Vermögensaufbau sehen viele Experten in strategischen Ansätzen, deren Ziel es ist, den Aktienbestand vor großen Verlusten in Crash-Szenarien zu schützen. Die Grundidee: An der Börse geht es sehr viel schneller abwärts als aufwärts. Kursgewinne, die sich über Monate oder sogar Jahre in einem ausgeprägten Bullenmarkt gebildet haben, werden oft in wenigen Tagen zunichte gemacht, wenn die Angst an den Märkten groß ist. Große Kursverluste binnen kurzer Zeit kündigen sich erfahrungsgemäß durch einen signifikanten Anstieg der Volatilität an. Die Deutsche Börse berechnet mit dem Dax-Plus-Risk-Trigger einen Strategieindex, der sich genau diese Eigenschaft des Aktienmarktes zunutze macht.
Wo Stress ist, kommt meist Stress nach
Der Ansatz funktioniert wie folgt: Steigt die Schwankungsintensität an den Märkten deutlich an, wird die Aktienquote auf Null reduziert. Das Portfolio wird dann komplett in risikofreie Geldmarktpositionen umgeschichtet. Der Wiedereinstieg in den Aktienmarkt erfolgt, wenn die Volatilität sich wieder deutlich reduziert hat. Der Ansatz konnte in der Vergangenheit überzeugen. Auf Sicht von zehn Jahren erlitten Anleger mit einem reinen Investment in den Deutschen Aktienindex einen Verlust von rund 20 Prozent. Die Risk-Trigger-Strategie hingegen führte zu einem Gewinn von gut 20 Prozent. Ein Blick auf den langfristigen Kursverlauf zeigt, dass das Konzept des volatilitätsindizierten Ausstiegs aus dem Aktienmarkt funktioniert: Die bullishen Phasen des letzten Jahrzehnts wurden mitgenommen und ein großer Teil der Crash-Verluste ausgeblendet.
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