Exportweltmeister China: Peking will immer noch auf Kurs bleiben
Für China ist der Titel Exportweltmeister 2009 zum Greifen nahe. Jedoch wächst damit der Druck auf China, die großen Programme zur Ankurbelung der Konjunktur zu reduzieren. Trotz alledem will die Führung in Peking Kurs halten.
Die Forderung nach einer Lockerung der Währungspolitik
Nach Meinung der Deutschen Bank wird Peking hinsichtlich der schnellen Erholung neue Projekte des 400 Milliarden-Euro-Konjunkturprogramm verschieben. Peking muss zusätzlich die Währungspolitik lockern. Laut dem China-Chefökonom der Deutschen Bank Jun Ma sollte und wird der Yuan ab dem 2. Quartal 2010 wieder anfangen, eine Aufwertung zu erleben.
Der künstlich niedrig gehaltene Yuan-Kurs
China wehrt sich jedoch seit längerer Zeit dagegen. Schließlich werfen Europa und die USA Peking vor, dass Peking den Yuan-Kurs auf künstlicher Weise niedrig zu halten. Dadurch werden die Einfuhren nach China teurer und dafür werden die chinesischen Exporte billiger. Die chinesische Führung stoppte im Juli 2008 eine schrittweise Aufwertung des Yuan-Kurses und seitdem wird der Yuan an den Dollar gekoppelt.
Das steigende BIP
Nach der Ansicht von Ma würde die chinesische Wirtschaft einen „außergewöhnlich stabilen Ausblick“ bieten. Er rechnet mit einer Erhöhung des BIPs von 9 % im Jahr 2010 und im kommenden Jahr. Manche Volkswirte rechnen aber auch mit zweistelligen Zuwachsraten.
Kaum Veränderungen bei der Finanz- und Wirtschaftspolitik
Laut Tao Wang von UBS muss Peking eine strengere Finanz- und Wirtschaftspolitik fahren, sofern die chinesischen Exporte in diesem Quartal wieder um 30 % wachsen sollten. Jedoch wird die Pekinger Führung die Politik nur mit Vorsicht verändern. Die chinesische Regierung wird unabhängig von ihrer Stärke nicht auf die monatlichen Daten reagieren.
Das Konjunkturpaket
In Peking erklärte man, dass man die bisherige Fiskalpolitik fortführen wird. Allerdings warnt der Finanzminister Xie Xuren, dass der allzu frühe Ausstieg aus dem Konjunkturpaket der chinesischen Wirtschaft schaden könnte. Im Jahr 2010 soll die Unterstützung für die chinesische Wirtschaft nicht gesenkt werden.
Die Stärkung des Konsums und steigender Export
Dagegen will man mehr den heimischen Konsum stärken. Nach Schätzungen der Deutschen Bank könnte der Konsum aber wie in den vorherigen Jahren um circa 16 % steigen. Selbst der Anteil der Exporte am Wachstum kann erheblich steigen.
Die Inflation in China
Der Deutsche-Bank-Ökonom Ma sieht die größte Herausforderung für die chinesische Wirtschaft in der kommenden Inflation. Laut der Deutschen Bank kann in diesem Jahr die Inflation bis zu 5 % betragen. Peking stoppt aber nicht Kreditvergabe. In der ersten Woche von 2010 sollen die chinesischen Banken neue Darlehen in Höhe von 60 Milliarden Euro ausgegeben haben.
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