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Katastrophale Währungsabwertung in Venezuela: Sturm auf die Geschäfte

Eingetragen am 13. Januar 2010 – 15:32Kein Kommentar

In Venezuela wurde die Landeswährung abgewertet. Dies löste einen Ansturm auf elektrische Geräte – insbesondere PC’s, Fernseher und weitere Importwaren – aus. Die Menschen hatten Angst vor einer Preiserhöhung. Aufgrund dessen hatten sie die Geschäfte leer gekauft.

Das neue Wechselkurssystem

Der Grund für diese Käufe ist das Einführen eines neuen Wechselkurssystems. Mit diesem Wechselkurssystem sollen beispielsweise Autos, Tabak, Getränke sowie Telekommunikations- und Elektrogeräte verteuert werden. Beispielsweise hatten sich am Samstag Morgen Hunderte Menschen schon vor der Öffnung vor den Geschäften mit Elektrowaren in Caracas versammelt. Es bildeten sich in den Läden lange Schlangen an Menschen, welche rasch noch einen Fernseher, eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank erwerben wollten.

Die Bekanntgabe des Wechselkurssystems

Am vorherigen Abend gab Präsident Hugo Chavez ein System von zwei festen Wechselkursen gegenüber dem Dollar bekannt, als sich etliche Bewohner von Venezuela ein Baseballspiel angeschaut hatten. Mit dieser Nachricht wurde auch der Bolivar abgewertet. Ferner hatte sich diese Nachricht am Samstagmorgen sehr schnell verbreitet. Deshalb kam es zu einem Sturm auf nahezu alle Geschäfte.

Der neue Wechselkurs des Bolivars

Schon im letzten Jahr hatte Venezuela mit 25 % die höchste Preissteigerungsrate in ganz Amerika. Ferner räumte die Regierung ein, dass diese Abwertung der Währung zu weiteren Preiserhöhungen führen wird. Man änderte den offiziellen Kurs zur US-Währung von 2,15 Bolivar für 1 Dollar auf 4,6 Bolivar pro Dollar. Jedoch legte man für etliche Importgüter des Grundbedarfs (z. B. Medikamente, Lebensmittel, Industriemaschinen) einen Wechselkurs von 2,6 Bolivar pro Dollar fest.

Chavez’ Begründung zur Abwertung

Im 11. Jahr der Herrschaft von Chavez ist er sowohl mit einer galoppierenden Inflation als auch mit einer Rezession konfrontiert. Selbst die Wirtschaft drängte Chavez zur Abwertung. Laut Chavez hätte die Abwertung das Ziel, die venezolanische Wirtschaft zu stärken, den Export zu fördern und die nicht essentiellen Importe zu senken.

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