Kalter Winter: Rohölpreise steigen weit über die 80-Dollar-Marke
Das kalte Winterwetter auf der nördlichen Halbkugel führt zur großen Freude für zahlreiche Akteure an den Rohölmärkten. Das europäische Brentöl am Spotmarkt kostete erstmals seit Anfang Oktober des Jahres 2008 mehr als 80 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis stieg am Donnerstag zum Teil über 81 Dollar. Allerdings profitieren die Rohölpreise nicht nur von dem sehr kalten Winter.
Kalte Winter stützt Ölpreis
Auf der nördlichen Halbkugel ist ein Winter, welcher wesentlich kälter ist als ein üblicher Winter. Aufgrund dessen bleibt der Ölpreis fest und gut gestützt. Die Experten der Commerzbank denken, dass der Ölpreis weiterhin steigen wird.
Die Erhöhung der Rohöllagerbestände
Der Preisanstieg hätte wegen den Bestandsdaten aus den USA nur ganz kurz gebremst. Laut dem US-Energieministerium gab es einen Anstieg der Rohöllagerbestände um 1,3 Millionen auf 327,3 Millionen Barrel. Man erwartete am Markt einen Rückgang um eine Million Barrel.
Die Meinung der CFTC
Laut den Angaben der Commerzbank würde die Marktreaktion zeigen, dass auch die fundamental begründeten Preissenkungen momentan von den Investoren als eine Kaufmöglichkeit erachtet werden. Dagegen sei die Bekräftigung der US-Aufsichtsbehörde CFTC nicht beachtet worden. Ihrer Meinung nach sollte man die Energiemärkte wesentlich stärker regulieren.
Die Entwicklung des Ölpreises
Sofern Gary Gensler, der Leiter der Warenterminmarktaufsicht CFTC mit seinen Plänen erfolgreich sein, so kann dies das Spekulieren an den Ölmärkten abbremsen. Laut der Commerzbank spricht das Senken des spekulativen Elements für geringere Ölpreisnotierungen in den nächsten Wochen sowie Monaten. Der Ölpreis profitiert außerdem kurzfristig von dem schwachen Kurs des Dollars. Es erwartet kaum ein Experte, dass der bisherige Höchststand nicht so rasch erreicht wird.
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