Harter Preiskrieg für VW in Indien
In Indien ist der Wettbewerb auf dem Kleinwagenmarkt sehr stark. Nun muss der Neueinsteiger Volkswagen hinsichtlich seiner Preise Zugeständnisse machen. Für den Hoffnungsträger VW Polo hat man aufgrund dessen selbst zwei Monate vor dem eigentlichen Verkaufsbeginn keinen Preis für das Auto festgelegt. Die Pläne sahen jedoch ganz anders aus.
Die aggressive Preispolitik
Der VW-Produktionsvorstand Jochen Heizmann sagte bei der Indien-Premiere des VW Polos auf der Auto Expo in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, dass sie die Währungs- und Wettbewerbssituation weiterhin beobachten werden. Die Konkurrenz wie z. B. Toyota, Honda und General Motors kämpfen mit sehr aggressiven Billigstrategien um die großen Marktanteilen und deshalb muss VW ebenfalls nachziehen. Kur vor dem eigentlichen Verkaufsstart will VW den Preis für den VW Polo veröffentlichen. Hinsichtlich des Preises soll das VW Polo-Basismodell laut Unternehmenskreisen wahrscheinlich etwas weniger als 7.000 Euro kosten.
Der aufstrebende Automarkt in Indien
Indien wird neben China als einer der wachstumsstärksten Automärkte von diesem Jahrzehnt gesehen. Der PKW-Absatz ist im Jahr 2009 in Indien um 16 % auf 1,4 Millionen Fahrzeuge gestiegen – sehr stark vom Kleinwagensegment beeinflusst.Der Branchenverband Siam prognostiziert, dass sich die Zahl der Neuzulassungen bis zum Jahr 2015 fast verdoppeln kann.
Die günstigen Modelle der Konkurrenz
Der Preiskampf ist gleichzeitig nirgendwo so schwer wie in Indien. Beispielsweise kündigte GM auf der Auto Expo an, den neuen Kleinwagen Chevrolet Beat ab 5.000 Euro zu offerieren. Ferner stellten die Autohersteller Honda und Toyota auf der Auto Expo neue Automodelle vor. Diese sollen sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr für unter 7.500 Euro auf den Markt kommen.
Die Beteiligung von VW an Suzuki
Für das Überleben in diesem Preiskrieg wird ein hoher Anteil an kostengünstigen sowie lokal gefertigter Zulieferteile vorausgesetzt. Dabei setzt der Autobauer Suzuki den Maßstab. Suzuki sowie das Tochterunternehmen Maruti dominieren den indischen Pkw-Markt. VW hat sich bereits mit 19,9 % an Suzuki beteiligt.
Die Zusammenarbeit mit Suzuki
Lediglich die Hälfte der Komponenten für den VW Polo kommt bislang aus der hiesigen Produktion. Dies ist viel zu wenig, um langfristig konkurrenzfähig zu sein. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll der Polo aufgrund dessen zu 75 % lokal hergestellt werden. Die neue Zusammenarbeit mit Maruti Suzuki könnte hierfür einen sehr guten Beitrag leisten und laut dem VW-Vorstand sucht man zusammen nach Synergien.
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