Steigendes Vermögen – Sparer ziehen Nutzen aus ansteigenden Aktienkursen
Das Geldvermögen in Deutschland wuchs nach dem Krisenjahr 2008 stark auf über 4,6 Billionen Euro an. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist dies ein Anstieg von 4,4 % bzw. fast 200 Milliarden Euro. Das Geldvermögen sank im Jahr 2008 allerdings erstmals seit dem Jahr 2002. Dies lag auch an dem damaligen Kurseinbruch an den Börsen.
Der Investitionsanteil in unterschiedlichen Sparmöglichkeiten
Im Jahr 2009 entfiel über die Hälfte des Zuwachses auf neue Gelder, welche in die unterschiedlichen Sparmöglichkeiten investiert wurden. Die Börsenerholung macht circa 40 % des Anstiegs aus. Die Tochtergesellschaft des Versicherungskonzerns Allianz hat dies aufgrund von Zahlen der Deutschen Bundesbank berechnet.
Sinkender Anteil bei Fonds, Aktien und andere Kapitalmarktprodukten
Zwar zogen die Fonds, Aktien sowie andere Kapitalmarktprodukte aufgrund der Erholung an den Märkten zugunsten der Deutschen. Allerdings liegt ihr Anteil mit etwa 28 % erheblich unter den Rekordwerten um die Jahrtausendwende sowie unter den Sicht- und Spareinlagen bei Sparkassen und Banken.
Steigende Tendenz beim Geldvermögen
Noch immer liegen bei den Kreditinstituten über 38 % des Geldvermögens der Deutschen. Im Jahr 2008 schnellte dieser Anteil mit mehr als 39 % auf den Höchststand seit 1995 hoch. Im Jahr 2007 lag der Anteil des Geldvermögens noch bei 35,7 %.
Sichteinlagen immer beliebter
Die Deutschen legen ihr Geld am liebsten auf Konten, über welche sie kurzfristig das Geld transferieren oder abheben können. Die sog. Sichteinlagen sind schon mit etwa 630 Milliarden Euro deutlich höher als die Spareinlagen in Höhe von 580 Milliarden Euro. Im letzten Jahr hatten die Privatanleger den Großteil des Geldes von Terminkonten mit einer Bindungsfrist von bis zu einem Jahr abgezogen. Schließlich sank ihre Verzinsung auf 1 %.
Rückgang der Investitionen in Versicherungen
Im Jahr 2009 ging der Anteil an Versicherungen im Vergleich zum Jahr 2008 etwas zurück. Die Deutschen legten etwa 28 % des Geldes in die Versicherungen an. Vor 10 Jahren lag der Anteil noch nicht einmal bei 25 % und zu Beginn der 90er Jahre lag er noch bei fast 20 %. Selbst die Pensionsrückstellungen hielten ihren Anteil bei etwa 6 % relativ konstant.
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