Preisbewusste Autofahrer berücksichtigen bei der Wahl eines Fahrzeugs die Kosten für die Versicherung. Fahrzeugtyp und Wohnort wirken sich ganz wesentlich auf die Höhe der Prämien aus.

Je mehr Motorleistung, desto höher die Prämie

Der Markt für KFZ-Versicherungen gehört zu den intransparentesten Versicherungsmärkten in Deutschland. Über die Höhe der Versicherungsprämie entscheidet eine Vielzahl teils kaum nachvollziehbarer Variablen: Wohneigentümer erhalten günstigeren Versicherungsschutz als Mieter, Angestellte bei der Postbank zahlen weniger als Angestellte bei deren Muttergesellschaft Deutsche Bank. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stellt Verbrauchern zwei Datenbanken zur Verfügung, die mehr als nur Anhaltspunkte liefert und den Einfluss des Wohnortes und des Fahrzeugtyps genau beziffert.

Gefährliche Gegend: Warum der falsche Wohnort teuer ist

In Deutschland gibt es mehr als 430 Zulassungsbezirke. Diese werden von den Versicherern in Regionalklassen unterteilt. Maßgeblich ist der Wohnort des Versicherungsnehmers: Wer in einer hoch eingestuften Region wohnt, zahlt mehr. Die statistische Gefahr eines Bezirks ergibt sich aus der Anzahl und der Höhe der Schadenfälle, die Fahrzeuge mit dem betreffenden Kennzeichen verursachen. Einmal pro Jahr wird neu nachgerechnet. Der Versicherer darf den Beitrag erhöhen, wenn sich in der Region mehr Schadenfälle zugetragen haben. Dem Versicherungsnehmer steht dann ein Kündigungsrecht zu. Eine regional erhöhte Gefahr kann verschiedene Ursachen haben: Häufiger Nebel oder Glatteis erhöhen die Kosten des Versicherers ebenso wie viele Diebstähle.

PS und Hubraum machen KFZ-Versicherung teuer

Die Datenbank des GDV verrät für jeden Zulassungsbezirk die Regionalklasse. Für jede Sparte der KFZ-Versicherung (Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko) wird eine eigene Einstufung vorgenommen. Zudem können Autokäufer vor dem Kauf erfahren, welcher Typklasse ein bestimmtes Fahrzeug zugeordnet wird. Genauso wie die Regionalklasse ist die Typklasse bei allen Versicherungsunternehmen ein ganz wesentlicher Bestandteil der Prämienkalkulation. Die Zuordnung erfolgt ebenfalls für alle drei Sparten. Mitunter führt dies dazu, dass eine Vollkaskoversicherung nur wenig mehr kostet als eine Teilkaskoversicherung. Das ist häufig bei hochwertigen Fahrzeugen der Fall, die häufig gestohlen, aber nur selten in Unfälle verwickelt werden. Viele Vergleichsportale berücksichtigen die Daten des GDV. Mit Vergleichsrechnern wie auf www.kfzrechner-24.de lässt sich rasch ermitteln, welche Versicherungskosten für ein bestimmtes Fahrzeug anfallen und welcher Anbieter der günstigste ist.

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