Forex Trading lockt blutige Anfänger genauso wie erfahrene Börsianer. Verheißungsvoll klingt das Versprechen, mit kleinem Einsatz große Gewinne in kurzer Zeit erzielen zu können. Forex Broker gibt es wie Sand am Meer – viele arbeiten aber nicht nur zum Vorteil des Kunden.

Wo mit Mindesteinzahlungen unter 100 Euro und Einzahlungsboni in der Höhe der Ersteinzahlung geworben ist, ist die Unterscheidung zwischen einem Online-Casino und einem Broker schwierig. Der wesentliche Unterschied liegt in der Qualität der Handelsplattform. Die ist besonders für Laien auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Einen wichtigen Hinweis gibt der Sitz des Forex Brokers und damit die zuständige Regulierungs- und Aufsichtsbehörde. Entzieht ein Broker sich zuverlässiger Aufsicht und hohen Anforderungen durch einen Sitz in der Südsee, sollte dort nicht mehr eingezahlt werden als bei einem Online-Casino.
Indizien für Qualität: Aufsicht und Handelsmodell
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das Handelsmodell eines Brokers. Besonders im aufstrebenden Retail Forex Trading handelt es sich bei vielen Anbietern eigentlich gar nicht um Broker, sondern im Market Maker. Diese stellen jederzeit selbst Ankaufs- und Verkaufskurse und gehen damit die Gegenposition zu ihren Kunden ein. Ein Interessenskonflikt ist vorprogrammiert: Verliert der Kunde, gewinnt die Bank. Diese kann ihre Gewinne durch ungünstige Kursstellungen ausweiten. Viele Anleger fürchten sich vor Maßnahmen wie Stop-Phishing. Market Maker werben häufig mit fixen Spreads und kommissionsfreiem Handel. Die Anbieter müssen nicht zwingend unseriös sein. Wer die Wahl hat, sollte sich aber gegen einen Market Maker mit laxer Regulierung entscheiden.
Verzicht auf Kommissionen ist kein Vorteil
STP-Broker leiten die Orders ihrer Kunden an Banken weiter. Wenn nachgewiesenermaßen ein Pool aus mehreren Banken zur Verfügung steht und diese miteinander um die Orders der Kundschaft konkurrieren, kann das Modell faire Kurse bieten. STP-Broker verdienen ihr Geld entweder durch Kommissionen oder einen Aufschlag auf die Geld/Brief-Spanne der Banken. Die Mindestordergrößen liegen häufig deutlich über jenen, die bei Market Makern üblich sind. Dennoch sollten Anleger mit ernsthaftem Interesse am Währungshandel beim Forex Broker Vergleich STP Broker Market Makern vorziehen.
ECN Broker: Handeln ohne Spread
ECN Broker gelten unter Profis als bestmögliches Handelsmodell. Die Broker ermöglichen ihren Kunden, Orders direkt in ein Netzwerk einzustellen. Alle Teilnehmer des Netzwerks können als Käufer und Verkäufer eintreten. Gehandelt wird zu den Kursen, die sich auf dem virtuellen Marktplatz bilden. Im besten Fall liegt der Spread bei 0 Punkten. ECN Broker verlangen eine Kommission und sind darüber hinaus daran erkennbar, dass Orders direkt ins Orderbuch eingegeben werden können.
Foto: (c) Tupungato / www.shutterstock.com