Die Strompreise steigen und bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen genauso wie den sozialen Frieden. Umweltminister Altmaier will nun im September einen runden Tisch einberufen.

Bundesumweltminister Altmaier sorgt sich offenbar um die ausufernde Entwicklung der Strompreise in Deutschland. In der vergangenen Woche hatte er geäußert, die Energiewende und der Ausstieg aus der Kernkraft könnten nur gelingen, wenn der Strompreis bezahlbar bleibe. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus kündigte Altmaier nun für September einen runden Tisch an. Diesem sollen Vertreter der Industrie und der Bundesländer beiwohnen. Da Sozialverbände und Verbraucherschützer offenbar nicht geladen werden, dürfte der Fokus des Treffens auf einer Verringerung der Belastung für Unternehmen liegen.

EEG-Umlage entfällt zur Hälfte auf Solarstrom


Energie wird immer teurer

Worauf der starke Anstieg der Strompreise in den vergangenen Jahren zurückzuführen ist, wird abhängig vom jeweiligen Interesse kontrovers diskutiert. Es verdichten sich allerdings die Hinweise darauf, dass die Solarförderung einen großen Anteil daran hat, dass zwar einerseits die Preise für Strom deutlich zunehmen, andererseits aber die Energiewende ins Stocken gerät. Rund die Hälfte der Förderung durch das Erneuerbare Energien Gesetz entfällt auf die Förderung von Photovoltaikanlagen. Diese produzieren aber nur rund fünf Prozent des deutschen Stroms. Durch die fehlende Speichermöglichkeit wird Strom zudem vor allem produziert, wenn er gar nicht benötigt wird. Teile des Solarstroms werden deshalb kostenlos ans Ausland abgegeben. Ein weiteres Problem bei der Umsetzung der Energiewende ist der schleppende Ausbau der Netze. Auch die Installation von Offshore-Windkraftanlagen geht nicht so schnell von Statten wie erhofft.

Strompreisvergleich lohnt sich

Verbraucher sollten sich darauf einstellen, dass die Strompreise in den kommenden Jahren weiter zulegen und die Kaufkraft belasten. Experten empfehlen, den Wechsel des Stromanbieters zu überprüfen. Häufig lässt sich dadurch eine jährliche Ersparnis von mehr als 100 Euro erzielen. Auf Stromvergleichsportalen können Verbraucher anonym herausfinden, welcher Versorger an ihrem Wohnort am wenigsten verlangt. Empfehlenswert sind Portale, die nicht nur Preise auflisten sondern die Versorger auch im Hinblick auf Servicequalität etc. genauer unter die Lupe nehmen, wie zum Beispiel hier.