Trübe Aussichten bei den US-Bonds
Laut Morgan Stanley könnten die Kurse bei den US-Staatsanleihen fallen. Die Empfehlung von Morgan Stanley lautet Leerverkäufe. Dabei führt diese Bank sehr hohe Schulden der US-Regierung in das Feld. Schließlich muss man irgendwann einmal aufräumen. Nun wetten die Profis auf sinkende Kurse.
Die Entwicklung der 10-jährigen US-Staatsanleihen
Sofern die US-Bank Morgan Stanley Recht behalten soll, so sollte man am besten 2010 US-Treasuries leer verkaufen. Der Stratege David Greenlaw erwartet sinkende Kurse bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen. Somit könnten die Renditen um circa 40 % bzw. 165 Basispunkte auf 5,5 % klettern. Seit 1999 wäre dies der größte Renditeanstieg im Jahr sein.
Die Gründe
Die Gründe für diesen Anstieg liegt zum Einen darin, dass sich die Anleger um das Haushaltsdefizit sorgen. Dieses Haushaltsdefizit dürfte aufgrund der riesigen Ausgaben der US-Regierung als Stütze der Konjunktur immer noch bei einer Billion US-Dollar liegen. Zum Anderen besteht die Gefahr, dass die ansteigenden Kosten für das Fremdkapital die Erholung der Konjunktur zunichte machen. Laut Greenlaw müsse man irgendwann aufräumen, sobald man solche aggressiven Maßnahmen ergreift, um die Depression abzuwenden und diese Meinung wird auch von Treasuries von spekulativen Anlegern wie z. B. Hedge-Fonds-Managers geteilt.
Die Terminkontrakte
In der Woche zum 15.12. lagen ihre Wetten auf einen Kursrückgang für die 10-jährigen Terminkontrakte über dem Fünffachen.Ferner übertrafen die spekulativen Verkaufspositionen die Kaufpositionen an der Terminbörse Chicago Board of Trade um fast 53.000 Kontrakte. Seit 2008 war dies der größte Anstieg.
Die Umfrage von Bloomberg News
Jedoch ist diese Skepsis nicht bei allen Analysten vorhanden. Bloomberg News machte eine Umfrage, in welcher 60 Ökonomen befragt wurden. Sie sehen die Renditen im 10-Jahres-Bereich am Ende des Jahres 2010 nur etwas höher bei 3,97 %. Ihre Rendite liegt bei etwa 3,8 %.
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